Steve Appleton Micron-CEO stirbt bei Flugzeugabsturz

Redakteur: Peter Koller

Er war ein begeisterter Sportpilot - und das wurde ihm zum Verhängnis: Steve Appleton, CEO des Chipherstellers Micron Technology, starb am Freitag am Steuer seiner von ihm selbst gesteuerten Lancair IVP-TP.

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(Foto: Micron)
(Foto: Micron)

Der Unfall ereignete sich in Boise, Idaho, dem Hauptsitz des Unternehmens. Kurz nach dem Start stürzte Appletons einmotorige Lancair, ein Bausatzflugzeug, ab und zerschellte am Boden. Appleton, der sich allein an Bord befand, war offenbar sofort tot.

Appleton, der 51 Jahre alt wurde, hatte seit seinem Uni-Abschluss 1983 in Boise bei Micron gearbeitet und war seit 1994 CEO des Unternehmens, das sich auf die Herstellung von Speicherchips spezialisiert hat.

Appleton galt als Draufgänger: Bereits 2004 stürzte er im einem Flugzeug ab. Damals überlebte er schwer verletzt. Weiter Hobbies von ihm außer der Fliegerei waren Tauchen und Offroad-Rennen.

Die Ursache des Absturzes ist noch unklar. Nach ersten Informationen der US-Behörde NTSB, die den Unfall untersucht, hatte Appleton am Freitag kurz vor dem Unfall bereits einen Startversuch abgebrochen, nachdem die Maschine nicht ausreichend an Höhe gewonnen hatte.

Die Lancair IVP ist ein Selbstbau-Flugzeug. Seit dem Erstflug 1984 wurden von den verschiedenen Typen des Flugzeugs mehr als 2100 Bausätze verkauft. Das von Appleton geflogene Modell IVP-TP verfügt über einen Turboprop-Antrieb und ist bis zu 370 mph schnell.

Appletons Tod wurde bei Micron und in seinem Heimatstaat Idaho mit großer Bestürzung aufgenommen. "Steves Leidenschaft hat Micron einen Stempel aufgedrückt. Unsere Gedanken sind nun bei seiner Frau Dalynn und seinen Kindern", hieß es in einer Erklärung von Microns Board of Directors.

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