Brückenfinanzierung gesichert Meyer Burger: Unternehmen ist vorerst stabilisiert

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Mit einer Brückenfinanzierung von knapp 40 Millionen US-Dollar schafft es Solarhersteller Meyer Burger, das Aus vorerst abzuwenden. Des Weiteren wird mit dem abgesprungenen Partner DESRI neu verhandelt.

Meyer Burger kann sich Geldmittel in Form einer Brüückenfinanzierungsfazilität sichern.(Bild:  Meyer Burger)
Meyer Burger kann sich Geldmittel in Form einer Brüückenfinanzierungsfazilität sichern.
(Bild: Meyer Burger)

Ein Lichtstrahl der Hoffnung legt sich über die Solarbranche, die seit einiger Zeit eigentlich nur noch negative Neuigkeiten kennt. Die Verantwortlichen von Solarhersteller Meyer Burger verkünden den erfolgreichen Abschluss einer Brückenfinanzierung von knapp 40 Millionen US-Dollar, um Liquidität für die Restrukturierung des angeschlagenen Unternehmens bereitzuhaben. Wie genau die Restrukturierungslösung aussehen soll, das will man im Laufe des Dezembers 2024 ausgearbeitet haben, teilte man am 6. Dezember 2024 mit.

Bei den neuen Geldmitteln handelt es sich um eine besicherte Brückenfinanzierungsfazilität, die in mehreren Tranchen aufgeteilt wurde. Diese lassen sich beim Erreichen festgelegter Meilensteine abrufen. Werden alle Meilensteine erreicht und damit die vollständigen Mittel der Fazilität einsetzbar, dann verspricht man sich in der Führungsetage von Meyer Burger, damit das Geschäft vollständig finanzieren zu können.

Verhandlungen mit DESRI

DESRI steht für D. E. Shaw Renewable Investments und ist Entwickler, Eigentümer und Betreiber von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien in den Vereinigten Staaten. Wie in einem Rahmenvertrag im Jahr 2022 beschlossen, hätte DESRI einen Großteil der Produktion von Meyer Burger abnehmen sollen. Im November 2024 hatte DESRI diesen Rahmenvertrag allerdings überraschend aufgekündigt.

Man befindet sich, so heißt es seitens Meyer Burgers, in Verhandlungen mit DESRI, bestimmten Anleihegläubigern und anderen Parteien, um „eine nachhaltige Finanz- und Kapitalstruktur zu schaffen. Die Fazilität läuft spätestens am 17. Januar 2025 aus. Die erste Tranche in Höhe von USD 19,7 Millionen wird voraussichtlich sofort abgerufen.“ Alle an den Verhandlungen Beteiligten beabsichtigen eine neue Vereinbarung auszuarbeiten, und insbesondere Meyer Burger ist daran gelegen, einen neuen Vertrag mit DESRI auszuhandeln, denn einige Mittel der Fazilität sind an eine Übereinkunft mit dem Partner geknüpft.

Franz Richter, Executive Chairman von Meyer Burger, sagt dazu: „Wir sind bestrebt, unsere Beziehung zu DESRI zu stärken, welche, soweit erfolgreich, die Qualität unserer Technologie unterstreicht und unser Zukunftspotenzial auf dem U.S.-Markt hervorhebt. Wir freuen uns darauf, unsere Produktionslinien in Goodyear vollständig hochzufahren und unsere Hochleistungsmodule an das Solarkraftwerkssegment zu liefern.“ (sb)

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