Solarbranche in der Krise Größter Kunde kündigt Meyer Burger, damit droht das Aus

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Die Verantwortlichen von DESRI haben den Rahmenvertrag mit Solarhersteller Meyer Burger mit sofortiger Wirkung gekündigt, nur kurz nach den Wahlen in den USA und einem veröffentlichten Halbjahresbericht, der wenig hoffnungsvoll erscheint. Wie geht es jetzt bei Meyer Burger weiter?

Meyer Burger wurde der Rahmenvertrag mit DESRI gekündigt.(Bild:  Meyer Burger)
Meyer Burger wurde der Rahmenvertrag mit DESRI gekündigt.
(Bild: Meyer Burger)

Aufgrund diverser Restrukturierungsmaßnahmen war Solarhersteller Meyer Burger in den vergangenen Wochen und Monaten bereits häufiger in den Schlagzeilen zu finden. Während man sich vom Produktionsort in Sachsen verabschiedete, wurde am Werk in Thalheim noch festgehalten, als Meyer Burger mitteilte, die Produktionskapazitäten in den USA vorerst nicht auszubauen.

Auch der mehrfach verschobene Halbjahresbericht von Meyer Burger, der schlussendlich am 31. Oktober 2024 veröffentlicht wurde, klingt wenig hoffnungsvoll. Die Umsätze liegen mit CHF 48,7 Millionen rund die Hälfte unter dem Vorjahreswert. Auf Basis der Ergebnisse wurde das Hochfahren der Solarmodulproduktion im Werk in Goodyear, Arizona angekündigt.

„Die langfristigen Abnahmeverträge sollen durch die Produktion im Goodyear-Werk erfüllt werden, weshalb die Produktionskapazitäten in Goodyear vollständig ausgelastet sein sollten. Der Produktionsstandort Thalheim, Deutschland, bleibt für die Versorgung mit Solarzellen zentral und auch der Technologiestandort Hohenstein-Ernstthal, Deutschland, soll für die zukünftige Weiterentwicklung der Technologie erhalten bleiben“, heißt es im Bericht weiterhin. Möglicherweise stehen diese Pläne vom 31. Oktober 2024 nun aber zur Debatte, denn am 15. November 2024 wurde von Meyer Burger bekannt gegeben, dass der größte Kunde DESRI den Rahmenvertrag mit sofortiger Wirkung gekündigt hat.

Meyer Burgers größte Kunde fällt weg

DESRI steht für D. E. Shaw Renewable Investments und ist Entwickler, Eigentümer und Betreiber von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien in den Vereinigten Staaten. Der Rahmenvertrag mit Meyer Burger wurde Berichten zufolge vor rund zwei Jahren geschlossen. Es wird angenommen, dass die erfolgte Kündigung eine direkte Reaktion auf die Wiederwahl Trumps und die Energiepolitik der USA darstelle.

Für Meyer Burger sind die Neuigkeiten wenig erbaulich. Man prüfe jetzt das Schreiben und die Situation. Unabhängig von der Gültigkeit des Schreibens erwartet man eine Beeinträchtigung der finanziellen Restrukturierung, die bislang stattgefunden hat. „Sollte die finanzielle Restrukturierung scheitern, könnte das Unternehmen nicht mehr in der Lage sein, seine Unternehmensfortführung zu gewährleisten.“ (sb)

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