Patentanmeldungen 2025 Mehr als 200.000 europäische Patentanmeldungen – und viele aus Deutschland

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Im Jahr 2025 verzeichnete das Europäische Patentamt erstmals mehr als 200.000 Patentanmeldungen. Deutschland behauptet dabei seine Position als führender europäischer Innovationsstandort, zeigt jedoch leichte Rückgänge – außer in Zukunftsfeldern wie Computertechnik.

Erstmals vermeldet das Europäische Patentamt über 200.000 Anmeldungen in einem Jahr.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Erstmals vermeldet das Europäische Patentamt über 200.000 Anmeldungen in einem Jahr.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Das Europäische Patentamt (EPA) hat im Jahr 2025 mit 201.974 Patentanmeldungen einen neuen Höchstwert erreicht, wie es am 24. März 2026 mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Wachstum von 1,4 Prozent. Deutschland bleibt dabei der wichtigste europäische Akteur und liegt weltweit auf Rang zwei hinter den USA. Mit 24.476 Anmeldungen gingen die deutschen Beiträge allerdings um 2,2 Prozent zurück. Gleichzeitig sank auch der Anteil am Gesamtaufkommen leicht auf 12,1 Prozent.

Am stärksten ist weiterhin der Bereich digitaler Technologien. Die Computertechnik bleibt das anmeldestärkste Feld (+6,1 Prozent), getrieben insbesondere durch KI (+9,5 Prozent) und stark wachsende Quantentechnologien (+37,9 Prozent). Auch die digitale Kommunikation legt deutlich zu (+11,4 Prozent), unter anderem durch den globalen Wettbewerb um 6G-Technologien. Im Bereich elektrische Maschinen, Geräte und Energie (+5,3 Prozent) sorgen vor allem Innovationen im Feld der Batterien für Bewegung. Die Halbleitertechnologie wächst ebenfalls weiter (+7,6 Prozent).

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Deutschland: stark im Transport, Wachstum bei Computertechnik

In Deutschland zählen weiterhin klassische Industriebereiche zu den wichtigsten Innovationsfeldern. Elektrische Maschinen und Energie (1.921 Anmeldungen), Transport (1.737) und Computertechnik (1.719) führen das Ranking an. Während Transport und Energie leicht rückläufig sind, wächst die Computertechnik deutlich um 10,3 Prozent und gewinnt an Bedeutung. Im Transportsegment bleibt Deutschland trotz Rückgangs führend und erreicht einen Anteil von 17,6 Prozent aller europäischen Patentanmeldungen in diesem Bereich.

Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen zählen zu den stärksten Innovationsregionen Europas. München bleibt dabei die führende Patentstadt. Auch auf Unternehmensebene bleibt Deutschland präsent: Siemens und BASF gehören zu den Top-10-Anmeldern, die Fraunhofer-Gesellschaft führt das Ranking der europäischen Forschungseinrichtungen an.

Globaler Wettbewerb nimmt zu

International verschieben sich die Kräfteverhältnisse weiter. Während die USA ihre Spitzenposition halten, wächst insbesondere China stark (+9,7 Prozent) und überholt erstmals Japan. Auch Südkorea legt deutlich zu. Insgesamt stammen inzwischen 57 Prozent der Patentanmeldungen beim EPA aus Ländern außerhalb Europas – ein Hinweis auf den zunehmenden globalen Wettbewerbsdruck.

Das seit 2023 verfügbare Einheitspatent etabliert sich zunehmend im europäischen Innovationssystem. 2025 lag die Nutzungsquote bei 28,7 Prozent, bei deutschen Anmeldern bei 37,6 Prozent. Neben Großunternehmen nutzen zunehmend auch KMU, Hochschulen und Forschungseinrichtungen das Einheitspatent, um Patentschutz effizienter in mehreren Ländern zu sichern. (sb)

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