Recycling von Batterien Mecaware sichert Gelder für umweltfreundlichen Recyclingprozess

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Das französische Start-up Mecaware hat Millionengelder gesichert, um Batterieproduktionsabfälle und Batterien am Ende ihrer Lebensdauer umweltfreundlich zu recyceln und dabei kritische Metalle wie Lithium, Mangan und Kobalt zurückzugewinnen.

Was passiert, wenn Batterien ihre Lebensdauer erreicht haben?(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Was passiert, wenn Batterien ihre Lebensdauer erreicht haben?
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Nachdem Batterien ihre Lebensdauer erreicht haben, stellt sich die Frage: Was tun mit einem Akku, der nicht mehr richtig funktioniert, besonders in Zeiten wachsender Elektroniknutzung und Elektromobilität? Der Begriff Second Life thematisiert in Bezug auf Batterien deren Wiederverwendung, nachdem sie ihre erste Nutzungsdauer beendet haben.

Obwohl Batterien möglicherweise nicht mehr für ihren ursprünglichen Zweck geeignet sind, können sie in anderen Systemen wiederverwendet werden. Unternehmen wie Umicore oder TES engagieren sich im Batterierecycling, um Rückgewinnungsprozesse mit modernen Programmen und Technologien zu maximieren.

Ebenfalls in diesem Markt tätig ist das französische Start-up Mecaware, das vor allem die Umweltfreundlichkeit seiner Recycling-Prozesse hervorhebt. Anfang Oktober 2023 konnte das Unternehmen 40 Millionen Euro an Geldern von seinen Investoren, von der französischen Regierung (als Teil des Plans „France 2030“) und von seinen Banken sichern, um das Projekt ScrapCO2MET voranzutreiben. Diese Initiative zielt darauf ab, jährlich 50 Tonnen recyceltes Metall zu produzieren, einschließlich Lithium, Nickel, Kobalt und Mangan.

Weltweit einzigartige Recycling-Prozesse

Mecaware betont, dass die Wiederverwertungsprozesse auf dynamischer kombinatorischer Chemie basieren und einen besonders umweltfreundlichen Wiedergewinnungsvorgang ermöglichen.

Der Vorgang nutzt die Synergien, die sich aus der Abscheidung von CO2 und dem Recycling kritischer Metalle ergeben. Dabei handelt es sich außerdem um einen geschlossenen Kreislauf, der weder Abfälle produzieren noch besondere Energieanforderungen benötigen soll.

Dieser Prozess, der Lithium, Kobalt, Nickel und Mangan in Form von Karbonaten oder Metallhydroxiden produziert, wurde von Professor Julien Leclaire des Applied Supramolecular Chemistry Laboratory in Lyon entwickelt und wird von drei Patenten geschützt. MecawareS Mitbegründer und CEO Arnaud Villers d’Arbouet dazu: „Mecaware setzt damit eine bahnbrechende und skalierbare Industrielösung im Rahmen eines Kreislaufwirtschaftskonzepts ein.

Sie ermöglicht es, die Versorgung mit Rohstoffen zu sichern, die strategische Unabhängigkeit unserer Gebiete zu gewährleisten und die Energiewende zu unterstützen, und zwar unter Einhaltung der EU-Verordnungen. Unsere technologische Lösung befasst sich mit den aktuellen Problemen, die durch traditionelle Verfahren verursacht werden.“

Bei France 2030 handelt es sich um einen 2021 von Staatspräsident Macron vorgestellten und 2022 konkretisierten Investmentplan des Landes, um die Schlüsselsektoren der französischen Wirtschaft (Gesundheit, Energie, Automobil, Luft- und Raumfahrt) durch technologische Innovation nachhaltig zu gestalten. Insgesamt 54 Milliarden Euro sollen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen die Bewältigung des Wandels in diesen strategischen Sektoren ermöglichen.

France 2030 ist durch zwei übergreifende Ziele definiert, die darin bestehen, 50 Prozent des Budgets für die Dekarbonisierung der Wirtschaft und 50 Prozent für aufstrebende Akteure zu verwenden, die Innovationen vorantreiben können, ohne die Umwelt negativ zu beeinflussen. (sb)

(ID:49739954)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung