Interview mit Mentor Graphics Deutschland Matthias Knoppik ist trotz Krise optimistisch für den EDA-Markt
2008 wies die Firma Mentor Graphics für Zentraleuropa einen Redkordumsatz von 260 Mio. US-$ aus. Dies bedeutet ein Plus von 19%. Mentor Graphics Europa konnte sich erstmals seit 16 Jahren wieder vor ihren Mitbewerbern Cadence und Synopsys positionieren. Auch für 2009 ist das EDA-(Electronic-Design-Automation-)Unternehmen optimistisch. Matthias Knoppik, Area Director Central Europe bei Mentor Graphics Deutschland erklärt, warum.
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Herr Knoppik, 2008 war ein Rekordjahr für Mentor Graphics im europäischen Markt. Wie haben Sie das geschafft?
Es sind sicher mehrere Gründe dafür verantwortlich. So haben wir z.B. das Schlagwort „Customer Centric Approach“ konkret mit Inhalt gefüllt. Inzwischen sind wir so aufgestellt, dass wir die Anforderungen unserer Key-Kunden optimal abdecken können.
Hier spielt auch eine wesentliche Rolle, dass die früher regionalen Strukturen in den letzten Jahren kosequent in pan-europäisches Teamwork umgebaut wurden. Nun ernten wir den Erfolg, indem die am besten geeigneten Spezialisten in Europa mit unseren Kunden arbeiten, unabhänging von der Region. Zusammen mit unseren Vertriebspartnern können wir Kunden jeder Größe und in allen Industriebereichen optimal betreuen.
Unsere Geschäftsmodelle mit periodischen Renewals bei den Kunden sind durch geschicktes Vertriebsmanagement zeitlich gut gestreut und verhelfen so zu gleichmäßigerem Wachstum. Auch das feindliche Übernahmeangebot von Cadence hat uns geholfen. Die Kunden hatten befürchtet, nicht mehr oder nur noch zu wesentlich teureren Konditionen mit unseren Werkzeugen arbeiten zu können. So sind einige Verträge vorzeitig erneuert worden.
Dann haben Sie 2008 von dem Versuch der feindlichen Übernahme durch die Firma Cadence profitiert?
Es hat sich herausgestellt, dass Kunden den Wettbewerb zwischen großen Anbietern wollen. So gingen etliche Beschwerden gegen die Übernahme bei den US- und Europäischen Kartellämtern ein. Die einhellige Befürchtung war, dass die Produktinnovation verlangsamt würde und es zusätzlich durch die Monopolstellungen zu ungerechtfertigten Preiserhöhungen kommen könnte.
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