Gedruckte Elektronik Materialien und Herstellungsprozesse optimieren
Zwei neue BMBF-Forschungsprojekte befassen sich mit der umfassenden Erforschung von Materialien, Druckprozessen und Design für die Herstellung von Bauteilen der gedruckten Elektronik.
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Noch in diesem Jahr nehmen die Partner der zwei neuen ambitionierten Forschungsprojekten POESIE und InterPhase im Heidelberger InnovationLab ihre Aktivitäten auf. Mithilfe der beiden Projekte sollen grundsätzliche Fragen zur Optimierung von Materialien und Prozessen zur Herstellung von Bauteilen der gedruckten Elektronik geklärt werden. Die Forschungsergebnisse sollen einen wichtigen Beitrag liefern, um der noch jungen, ressourcenschonenden Technologie den Weg in den Markt zu ebnen.
Mithilfe der gedruckten Elektronik können Elektronikbauteile mit teilweise ganz neuen Eigenschaften hergestellt werden. Dies ermöglicht komplett neue Produktlösungen, beispielsweise in Bereichen wie der Energiekonversion, dem Internet of Things, der Bioelektronik oder der medizinischen Diagnostik.
Das Drucken von organischer Elektronik birgt als kostengünstiges Massenherstellungsverfahren enormes Einsparpotenzial und ermöglicht somit eine weitreichende Marktdurchdringung. Damit reproduzierbare Bauteile jedoch zukünftig massenhaft herstellbar sind, bedarf es eines grundsätzlichen Prozessverständnisses, der Abstimmung von potenziellen Materialien mit den unterschiedlichen Druckverfahren, sowie vertiefte Kenntnisse über die physikalischen Effekte an den Grenzflächen der einzelnen Bauteilschichten. Diese Erkenntnisse sind Ziel der beiden Forschungsvorhaben.
Das InnovationLab eröffnet hierfür Möglichkeiten des direkten Wissenstransfers unter verschiedenen Forschergruppen aus Industrie und Wissenschaft. Relevante Ergebnisse der Forschung werden hier ohne Umwege, und damit schneller, auf die Entwicklung gedruckter funktioneller Systeme übertragen.
POESIE
Das Verbundprojekt POESIE „Das Potenzial der Gedruckten Organischen Elektronik: Optimierte Materialien, Fluide und Flüssigphasenprozesse" mit einer Laufzeit von 3 Jahren wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7 Mio. € gefördert. Ziel des Projekts ist die Optimierung von Materialien und Prozessen für die Herstellung von Elektronikbauteilen.
Fünf universitäre Partner steuern unter der Leitung des Lichttechnischen Instituts am Karlsruher Institut für Technologie ihre Expertise in den Bereichen Materialsynthese, Druckverfahren und Trocknung bei. Das Max-Planck-Institut für Polymerforschung unterfüttert die Forschung durch die Erstellung theoretischer Modelle.
Weitere Projektteilnehmer sind: Universität Heidelberg, TU Darmstadt und Center for Organic Production Technologies (COPT) in Köln.
InterPhase
Über drei Jahre wird auch das mit 8 Mio. € geförderte Projekt InterPhase "Designprinzipien in der organischen Elektronik: Heterogenitäten im Volumen und an Phasengrenzen (Grenzflächen)" laufen.
Das Projektkonsortium ist in seiner Zusammensetzung weltweit einmalig: Unter der Leitung des Instituts für Hochfrequenztechnik der TU Braunschweig vereint es das Know-how von insgesamt neun Partnern (Universität Heidelberg, Karlsruher Institut für Technologie, Universität Stuttgart, TU Darmstadt, Universität Wuppertal, Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Paul-Drude-Institut Berlin und Universität Augsburg).
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