Success Story: Innosent und ASMPT Materialflussoptimierung auf dem Radar

Ein Gastbeitrag von Bernhard Fritz* 4 min Lesedauer

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Innosent hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von präzisen Radarsensoren spezialisiert, die uns in vielen Bereichen des täglichen Lebens begegnen. Für die Intralogistik setzt das Unternehmen auf Materialflussoptimierung mit ASMPTs Factory Material Manager und Works Logistics.

Innosent Shopfloor: Die bedarfsgerechte Materialversorgung mit Works Logistics hält die knappen Produktionsflächen frei.(Bild:  InnoSenT GmbH)
Innosent Shopfloor: Die bedarfsgerechte Materialversorgung mit Works Logistics hält die knappen Produktionsflächen frei.
(Bild: InnoSenT GmbH)

„Unseren Produkten ist wahrscheinlich jeder schon einmal begegnet, auch wenn er sie vielleicht nicht direkt wahrgenommen hat“, weiß Matthias Schuler, Head of Production and Warehouse bei Innosent. Am Hauptsitz in Donnersdorf werden Radarsensoren produziert, die die automatische Tür im Supermarkt öffnen, vor Geschwindigkeitsüberschreitungen in Tempo-30-Zonen warnen oder selbstöffnende Autotüren vor Kollisionen mit Garagenwänden schützen.

Für die Bestückung der Sensorleiterplatten setzt Innosent die hochflexible Plattform SIPLACE SX von ASMPT ein, mit der vorwiegend Standardbauelemente verarbeitet werden. „Wir rüsten jede Linie zwei- bis dreimal pro Woche um und verwenden dabei Familienrüstungen für fünf bis zehn verschiedene Produkte“, beschreibt Volker Seufert, SMD-Experte bei Innosent. „Für diese relativ langen Rüstzyklen können wir nicht das gesamte Material auf dem Shopfloor bereitstellen. Deshalb ist es wichtig, dass immer die richtige Menge des richtigen Materials zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.“

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Flexibel planen, Rüstung optimieren

Ebenso wichtig ist für Innosent die Flexibilität in der Logistik, zum Beispiel bei einer Unterbrechung der Lieferkette. „In einem solchen Fall war bisher eine umfangreiche manuelle Umplanung erforderlich, bei der jedes Bauelement einzeln freigegeben werden musste“, stellt Matthias Schuler fest.

Raum für Verbesserungen gab es auch bei der Rüstoptimierung. „Wir haben Active Feeder Racks direkt an der Linie“, berichtet Volker Seufert, „aber die waren meistens nicht voll ausgelastet. Das war für uns ein Indiz dafür, dass Material, das in Kürze wieder an der Linie benötigt wird, unnötigerweise wieder eingelagert wurde.“

Die Antwort auf diese Herausforderungen fanden die Mitarbeitenden von Innosent bei einem Besuch im Center of Competence von ASMPT. Dort hörten die Spezialisten des Markt- und Technologieführers für Hard- und Softwarelösungen in der Elektronikfertigung aufmerksam zu und schlugen einen Testbetrieb mit Works Logistics vor.

Zeitscheibenbasierter Materialnachschub

Die praxisorientierte Applikation berechnet in Echtzeit auf Basis frei definierbarer Zeitscheiben den Materialbedarf an der Linie und sorgt automatisch für Nachschub. So ist gewährleistet, dass es keine Stillstände durch Materialmangel gibt, aber auch keine „Angstbestände“ den wertvollen Platz an den SMT-Linien blockieren. Bei der Abrüstung organisiert und optimiert Works Logistics zudem die Zwischenlagerung von bald wieder benötigtem Material im Vorrüstbereich, um unnötige Materialtransfers zwischen Lager und Shopfloor zu vermeiden. Works Logistics optimiert zudem die Auslastung des Equipments, indem es die Auftragsreihenfolge flexibel an kurzfristige Änderungen in der Produktion anpasst.

Diese Anpassungsfähigkeit hat Works Logistics in der Praxis bei Innosent schnell unter Beweis gestellt: „Mit der zeitscheibenbasierten Bedarfsberechnung können wir sicherstellen, dass alle Maschinen gut versorgt sind, aber gleichzeitig nicht zu viel Material in der Produktion herumsteht“, freut sich Volker Seufert. „So können wir auch das FiFo-Prinzip bei der Bearbeitung besser einhalten.“ Außerdem ermöglicht die Feinplanung eine zügige und einfache Reaktion auf unvorhergesehene Ereignisse. Aber auch ASMPT hat sich in der Testphase als sehr anpassungsfähig erwiesen. „Unser Lager ist nur während der Tagschicht besetzt“, räumt Matthias Schuler ein. „An diese Vorgabe musste auch das Zeitfenstermodell von Works Logistics angepasst werden. ASMPT hat das sofort umgesetzt.“

Active Feeder Racks gut ausgelastet

Auch bei der Rüstoptimierung zeigt Works Logistics Wirkung: „Unsere Active Feeder Racks sind jetzt gut ausgelastet“, bestätigt Matthias Schuler. „So haben die Mitarbeitenden an der Linie sofort das Material zur Hand, das sie in Kürze wieder benötigen. Durch diese intelligente Materialwiederverwendung haben wir viele Transportkilometer und unnötige Ein- und Auslagerungen eingespart.“

Vorteile im Systemverbund

Wie in vielen modernen Elektronikfertigungen agiert Works Logistics auch bei Innosent im Systemverbund mit der Materialmanagement-Lösung Factory Material Manager von ASMPT. „Diese Software ist mit unserem ERP-System vernetzt“, berichtet Matthias Schuler. „Durch eindeutige Material-IDs können wir jedes Bauelement vom Wareneingang bis zum fertigen Produkt verfolgen. Das ist zum Beispiel für Kunden aus der Automobilindustrie wichtig, die diese durchgängige Rückverfolgbarkeit fordern. Die Verbrauchs- und Bestandsdaten, die das Programm an unser ERP-System zurückmeldet, bilden zudem eine verlässliche Grundlage für Nachbestellungen bei den Bauelementlieferanten.“

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Richtige Software, richtiger Systempartner

„Mit dem Software-Gespann Factory Material Manager und Works Logistics haben wir genau die Lösung gefunden, die wir brauchen“, resümiert Matthias Schuler. „Die Softwarelösungen von ASMPT sorgen für Ordnung auf dem Shopfloor, gewährleisten eine durchgängige Rückverfolgbarkeit, vermeiden Maschinenstillstände, reduzieren den Rüstaufwand und erhöhen die Planungsflexibilität. Und die schnelle Produktanpassung während der Testphase hat uns gezeigt, dass wir mit ASMPT auch einen sehr kompetenten und zuverlässigen Systempartner haben.“ (sb)

* Bernhard Fritz ist Head of Global Marketing bei ASMPT SMT Solutions.

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