Meilensteine der Elektronik Maßschneiderei für Embedded und Industrie

Redakteur: Johann Wiesböck

MIS ist ein inhabergeführtes Unternehmen, das sich auf individuelle Lösungsansätze spezialisiert hat. Getreu dem Firmenmotto „Wir. Embedded. Maßanzug.“ entwickelt, programmiert und produziert das Unternehmen maßgeschneiderte Industrieelektronik und Embedded-Boards.

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Ralf Jürgen Mannhardt, MIS: „Das firmeneigene Knowhow aus den Bereichen Hardwareentwicklung, Software, Konstruktion, Produktion und Logistik fließt zu 100% in unsere Produkte ein.“
Ralf Jürgen Mannhardt, MIS: „Das firmeneigene Knowhow aus den Bereichen Hardwareentwicklung, Software, Konstruktion, Produktion und Logistik fließt zu 100% in unsere Produkte ein.“
(Bild: MIS)

Eines der wichtigsten Produkte im aktuellen Portfolio von MIS ist das Prozessorbord MIS-DIMM-AM437X. Das nach dem SODIMM-DDR3-Standard entwickelte 204-Pin-System on Module (SOM) kann als Baustein in die unterschiedlichsten Applikationen integriert werden. Hauptbestandteil ist der Sitara-AM437X-Prozessor von Texas Instruments mit einer ARM-Cortex-A9-CPU. In Verbindung mit der PowerVR-SGX-GPU ist das Modul eine leistungsfähige Lösung, die beispielsweise in HMI-Anwendungen eingesetzt werden kann.

Bereits 2009 begann MIS eigene 7- und 12-Zoll-HMI-Displays zu entwickeln und zu produzieren, die zum Einsatz unter erschwerten Bedingungen im industriellen Umfeld geeignet waren. Zu Beginn dieser Entwicklungsphase stand man vor der Wahl, ein Prozessorboard selbst zu entwickeln, oder ein bereits bestehendes Produkt zuzukaufen.

Für eine Eigenproduktion fehlten zu diesem Zeitpunkt noch die notwendigen Ressourcen. Daher entschied man sich für ein passendes Produkt von einem Dritthersteller. Der Zukauf dieses Fremdproduktes zog allerdings auch Schwierigkeiten und Rückschläge nach sich, auf die man keinen direkten Einfluss nehmen konnte und die sich nur in Kooperation mit dem Hersteller lösen ließen. Es gelang einige Fehler des Fremdproduktes zu analysieren und man konnte durch neugewonnene Erkenntnisse die Herstellerfirma im Änderungsprozess unterstützen.

„Was die können, können wir schon lange!“

Das nach dem SODIMM-DDR3-Standard entwickelte 204-Pin-System enthält eine ARM-Cortex-A9-CPU und eine PowerVR-SGX-GPU.
Das nach dem SODIMM-DDR3-Standard entwickelte 204-Pin-System enthält eine ARM-Cortex-A9-CPU und eine PowerVR-SGX-GPU.
(Bild: MIS)

Ende des Jahres 2014 startete MIS – durch diese Erfahrungen nun mit dem nötigen Knowhow ausgestattet – in die Entwicklungsphase eines eigenen SOMs (System on Module) auf Basis des Sitara AM437 von Texas Instruments. Das MIS-DIMM-AM437X sollte ein Board werden, das vom eigenen Bestückungsautomat bestückt und bei dem alles in-house verwirklicht werden kann.

Dazu Ralf Jürgen Mannhardt, geschäftsführender Gesellschafter von MIS: „ In das 204-Pin-SODIMM ist unsere langjährige Erfahrung mit über 3000 im Feld befindlichen HMIs mit eingeflossen. Gleichzeitig mussten wir auch die komplette umgebende Hardware an unser neues Prozessorboard anpassen.“

Mannhardt weiter: „Mitte 2015 war es soweit und wir konnten unsere komplett selbst entwickelten und produzierten HMIs mit unserem Prozessorboard vorstellen. Es entstanden Geräte mit kompaktem und formschönem Design, die mit einer Vielzahl an Schnittstellen und Erweiterungsmöglichkeiten aufwarten.“

Natürlich beschränkt sich ein Embedded-Produkt nicht nur auf die Hardware, sondern spiegelt sich auch in einer guten Softwarelösung wieder. So wird jegliche eingesetzte Software ebenfalls in der Firma entwickelt und basiert im Bereich des MIS-DIMM-AM437X auf Poky Linux unter Zuhilfenahme der YOCTO Toolchain. Hierbei gilt: „weniger ist mehr“ und das bedeutet, es werden nur die wirklich benötigten Softwarebausteine in die Kundenplattform eingebaut.

Durch diese Kombination, wurde das MIS-DIMM-AM437X zu einem Schlüsselprodukt der Firma MIS und ermöglicht es, jedem Kunden seine individuelle Lösung zu „schneidern“. Und MIS entwickelt und bestückt jede Platinen selbst.

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