Organische Elektronik Lumineszierende organische Flüssigkeiten für großflächige Displays

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Künftig sollen großformatige OLED-Displays aus einer lumineszierenden organischen Flüssigkeit bestehen.

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Eine lumineszierende organische Flüssigkeit für die organische Elektronik soll in den nächsten Jahren die aktuelle Siliziumtechnologie ablösen. Ein internationales Forscherteam hat in der Zeitschrift Angewandte Chemie eine leuchtende organische Flüssigkeit vorgestellt, die sich ähnlich wie Tinte auftragen lassen soll. Werden in dieser organischen Flüssigkeit zwei weitere Farbstoffe aufgelöst, entsteht eine weiß leuchtende Paste. Damit sollen sich großflächige Displays und weiße Leuchtidoden entwickeln lassen.

Ungeladene organische Stoffe, die flüssig sind und leuchten

Alle heute verwendeten Ansätze bestehen meist aus Kunststofffolien, die als Trägermaterial fungieren. Leiterbahnen und Bauelemente aus leitfähigen Materialien lassen sich kostengünstig aufdrucken oder aufkleben. Für großflächige Displays wird nach organisch herstellbaren Beschichtungen gesucht, die auch kostengünstig sind und weißes Licht emittieren.

Wie MaterialNews berichtet, verfolgt das Team um Takashi Nakanishi des National Institute for Materials Science in Tsukaba (Japan) folgenden Ansatz: ungeladene organische Stoffe, die bei Raumtemperatur flüssig sind und leuchten - und keine Lösungsmittel enthalten. Den elektronisch aktiven Teil der Moleküle bilden lineare Ketten aus Kohlenstoffatomen, die über π-konjugierte Doppelbindungen verknüpft sind.

Das bedeutet, dass die Elektronen über einen weiten Bereich des Moleküls frei beweglich sind. Dieser Kern wird abgeschirmt durch niederviskose organische Seitenketten, die dafür sorgen, dass die Kernbereiche nicht untereinander wechselwirken und die Substanz flüssig bleibt.

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