3-D-Schaltungsträger LPKF entwickelt Pulverlack für Laser-Direktstrukturierung
Die Laser-Direktstrukturierung hat sich als flexibles Verfahren zum Herstellen von dreidimensionalen Leiterbahnen auf Kunststoff etabliert. Ein experimenteller Pulverlack mit LDS-Additiv macht auch Metalloberflächen zu 3-D-Schaltungsträgern.
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Beim LDS-Verfahren (Laser-Direkstrukturieren) wird normalerweise ein Bauteil aus einem LDS-dotierten Kunststoff hergestellt. Der Laser legt die Leiterbahnstrukturen auf der Oberfläche an: Er erzeugt eine mikroraue Oberfläche und aktiviert das Addititv. In einem anschließenden stromlosen Metallisierungsbad bilden sich auf den so erzeugten Strukturen zunächst Kupferschichten, die später durch Nickel und Gold veredelt werden können.
Die von dem Garbsener Oberflächen-Spezialisten LPKF neu entwickelte LDS-Pulverbeschichtung eignet sich sich hingegen für metallische Oberflächen wie Stahl oder Aluminium. Der Pulverauftrag erfolgt in einem elektrostatischen Verfahren und wird durch einen Einbrennprozess abgeschlossen. Dabei lassen sich beliebige Farben anlegen, der Probekörper in Form einer Glühlampe (siehe Foto) ist mit einem hochweißen Lack beschichtet.
Die so behandelten metallischen Körper lassen sich genauso wie Kunststoffbauteile mit dem Laser strukturieren und anschließend metallisieren. Durch den gleichmäßigen Schichtaufbau erzielt das Verfahren eine sichere Isolation der oberflächlichen Leiterbahnen gegen den Grundkörper.
„Mit einem metallischen Träger lassen sich zum Beispiel Wärmeprobleme beim Einsatz von LEDs einfacher als bei Kunststoffen lösen. Produktdesigner gewinnen weitere Freiräume durch die Pulverbeschichtung und natürlich durch die räumliche Ausrichtung der Laser-Direktstrukturierung“, erläutert Wolfgang John, Senior Consultant für Applikationen und Verfahrensentwicklung bei LPKF.
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