Vom 25. bis zum 27. Februar 2025 empfing die Messe München die Gäste der LOPEC, die Fachmesse und Konferenz für gedruckte Elektronik. Und diese Gäste, Besucher wie Aussteller, kamen zahlreich! Das ist kaum verwunderlich, denn die Geschäftsklimaumfrage des OE-A erwartet Umsatzwachstum der Branche.
Die OE-A stellte im Rahmen der Competition-Auszeichnung zahlreiche Projekte von Partnern zur Wahl. Den Publikumspreis gewann ein smarter Schutzhelm vom Centre for Nanotechnology and Advanced Materials.
(Bild: Messe München GmbH)
Nach der Messe ist vor der Messe, deswegen geben wir Ihnen die wichtigste Information zur Fachmesse für gedruckte Elektronik, der LOPEC, bereits zum Beginn an die Hand: Die LOPEC 2026 wird vom 24. bis zum 26. Februar 2026 wie gewohnt in München stattfinden; die Ausstellung ist dann am 25. und 26. Februar geöffnet, während die Konferenz schon am Vortag startet.
Die Konferenz, wie die Messe selbst auch, war in diesem Jahr bereits gut besucht, was nicht zuletzt daran lag, dass das Konferenzprogramm um zwei dedizierte Tracks für Mobilität und Smart Living erweitert wurde. Insgesamt präsentierten an den drei Veranstaltungstagen rund 150 Sprecher ihre Innovationen und Lösungen. Großer Beliebtheit erfreute sich ebenfalls das offene Plenum, das mitunter bereits morgens um 8:30 Uhr mit spannenden Themen lockte, sodass auch Aussteller die Gelegenheit hatten, einige Vorträge mitzunehmen. Einige Zahlen zur LOPEC 2025:
Es gab rund 170 Aussteller aus 29 Ländern.
Etwa 2.400 Besucher aus über 40 Ländern nahmen teil.
60 Prozent der Aussteller und 55 Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland.
Die größten Ausstellerländer nach Deutschland: Frankreich, Spanien, USA, Schweiz.
Die meisten Besucher kamen nach Deutschland aus Frankreich, Österreich, Spanien und Italien.
Besonders starkes Besucherwachstum aus Frankreich, Spanien, Schweden, Tschechien und Taiwan.
Innovation Showcase und OE-A-Ausstellung
Eine unbedingte Besuchsempfehlung gibt es für die kommenden LOPECs für den Innovation Showcase, in dessen Rahmen neue gedruckte Elektronik-Produkte und Prototypen gezeigt werden. Neben den OLED-Rücklichtern von Audi, die aufgrund ihrer flexiblen Konfigurierbarkeit die Kommunikation mit anderen Nutzern der Straße erlauben, war vor allem ein Prototyp von InkSpace beeindruckend. Dabei handelte es sich um eine Weste mit gedruckten Spulen für die Magnetresonanztomografie. MRT-Untersuchungen von Kindern sind damit nicht nur einfacher, sondern auch noch weniger gruselig für die Kids, denn schließlich müssen sie dank der Weste nicht in die Röhre geschoben werden.
Zahlreiche OE-A-Mitglieder präsentierten am Stand des Verbands noch weitere schlaue Anwendungen für gedruckte Elektronik. Aus einem biologisch abbaubaren Leiterplattensubstrat haben die Tüftler von Empa aus der Schweiz und Profactor aus Österreich eine biologisch abbaubare Computer-Maus entworfen, deren Holzoberfläche angenehm in der Hand liegt. Die Forscher von RISE Research Institutes of Sweden haben Sperrholz bedruckt, und zwar mit Leiterbahn, Verbindungen, Antenne, Dielektrikum und Elektroden. Für raue Umgebungen sind Sperrholzleiterplatten nichts, doch in Low-Tech- und DIY-Projekten punkten sie mit ihrer Umweltverträglichkeit. Faps von der FAU Erlangen-Nürnberg wiederum präsentierte ein vollständig additiv gefertigtes Leuchtmittel mit gedrucktem Leiterpfad und Verbindungstechnik. Vielleicht sehen so die Glühlampen von morgen aus. Das Projekt gewann denn auch den Best Freestyle Demonstrator des OE-A Competition 2025.
OE-A prognostiziert stabiles Geschäftsklima
Die OE-A (Organic and Printed Electronics Association) ist ein internationaler Industrieverband im VDMA, der die Branche für organische, flexible und gedruckte Elektronik vertritt. Mitglieder sind Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die OE-A fördert technologische Entwicklungen, unterstützt den Markteintritt neuer Anwendungen und organisiert Veranstaltungen wie die LOPEC.
Die aktuelle OE-A Business Climate Survey 2025, die im Rahmen der LOPEC 2025 präsentiert wurde, zeigt ein gemischtes Bild für die Branche. Obwohl die Umsatzerwartungen für 2025 mit einem Wachstum von 9 Prozent deutlich unter den zuvor prognostizierten 17 Prozent liegen, blicken die Unternehmen optimistisch auf 2026. Für das Jahr wird ein Umsatzanstieg von 13 Prozent erwartet.
Die Zurückhaltung spiegelt die angespannte internationale Lage wider. Die Krise in der Automobilindustrie und politische Unsicherheiten, insbesondere durch Regierungswechsel, drücken auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. 51 Prozent der im Rahmen der Studie befragten Unternehmen planen, ihre Produktionsinvestitionen in den nächsten sechs Monaten zurückzufahren. Gleichzeitig bleiben die Beschäftigungszahlen stabil: 89 Prozent wollen ihr Personal halten, 10 Prozent sogar aufstocken.
Trotz der Herausforderungen setzt die Branche gezielt auf Innovationen. 60 Prozent der Unternehmen wollen ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ausbauen. Besonders großes Potenzial sehen die Unternehmen in Sensoranwendungen für Automotive, Medizintechnik, Sport- und Gebäudetechnologie. (sb)
Stand: 08.12.2025
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