Fahrzeugbeleuchtung

Lichtstimmung mit LEDs in der Oberklasse von BMW

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Eine robuste und sichere Bauweise der Beleuchtung

Neben einem ansprechenden Design ist aber auch die Machart von großer Bedeutung: Besonders wichtig war, dass der Lichtakzent robust und stoßunempfindlich ist, denn seine Position an der Tür lädt dazu ein, dass er beim Ein- und Aussteigen eventuell als Haltegriff zweckentfremdet wird. Trotzdem darf sich selbstverständlich auch bei hohen Belastungen nichts lösen. Die Leuchte ist komplett aus Kunststoff und setzt sich aus dem Trägerteil, einem Reflektor, der über den gesamten Sichtbereich reicht, dem stabförmigen Lichtleiter, dem milchigen Diffusor und einer transparenten Blende zusammen.

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Da sie mehrschalig aufgebaut ist und alle einzelnen Elemente miteinander verschweißt sind, ist sie äußerst robust und hält starken Belastungen stand. Die Entwickler fertigten die transparente Abdeckung aus bruchsicherem Polycarbonat und versahen sie mit klarem Lack. Diese Behandlung schützt die Scheibe vor Abnutzung und Verkratzen. Auch UV-Licht kann dem Material nichts anhaben, denn die Lackbehandlung verhindert, dass es durch Sonneneinstrahlung zu Verfärbungen kommt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Sicherheit beim Aufbau der Elektronikkomponenten. Besonders die elektromagnetische Verträglichkeit stellte die Entwickler vor eine Herausforderung, schließlich besitzt der ambiente Lichtakzent eine sehr große Bedienoberfläche für die stufenlose Dimmung des Lichts. Die Ingenieure optimierten den Aufbau des Leuchtelements jedoch so, dass sie es schafften, die hohen Anforderungen von BMW zu erfüllen und die elektromagnetische Verträglichkeit der LED zu 100% zu gewährleisten.

Auch der Stromverbrauch kann sich sehen lassen: Mit 40 mA schlägt die Beleuchtung in der Energiebilanz des Fahrzeugs kaum zu Buche und erreicht trotzdem eine Leuchtdichte von 11 cd/m², die es über die gesamte Lebensdauer von mindestens 15 Jahren bei einem exakt gleich warm-weißen Licht halten kann. Als Systemlieferant konnte Dräxlmaier bei der Entwicklung auf seine Kompetenzen der Interieur-, Licht- und Elektroniksysteme zurückgreifen. Außerdem liegt die komplette Prozesskette im eigenen Haus.

Homogenes Licht mit einer LED verbessern

Mit seinem Lichtakzent setzt Dräxlmaier schon jetzt Maßstäbe bei der Ambientebeleuchtung. Dennoch bessern die Ingenieure ihre Entwicklungen stetig weiter. Derzeit untersuchen sie neue Techniken, mit denen die Homogenität eines flächigen Lichtleiters optimiert werden kann. Zudem prüfen die Entwickler ein Verfahren, bei dem sich die Mikro- beziehungsweise Makrostruktur eines flächigen Lichtleiters mithilfe einer Simulationssoftware berechnen lässt.

Dazu wurde ein Algorithmus entwickelt, der die Aktivierungsstruktur auf einem dreidimensionalen Lichtleiter optimiert. Ziel ist es, ein Verhältnis von minimaler zu maximaler Leuchtdichte von 0,75 zu erreichen. Mit dem getesteten Verfahren ergeben sich auch neue Einsatzmöglichkeiten im Fahrzeuginnenraum. So lassen sich bestimmte Designelemente stärker hervorheben oder gezielt weitere Akzente setzen. Das flächige Licht ist dann nicht mehr nur als Lounge-Licht denkbar: Es lässt sich auch in Türverkleidungen oder in Instrumententafeln integrieren und zusammen mit Materialien wie Textilien oder perforiertem Leder zu dynamischen Lichtszenarien kombinieren.

* Bernhard Bayersdorfer arbeitet bei der Produktinnovationen-Vorentwicklung Licht und Dietmar Graf arbeitet bei der Serienfertigung Interieur mit Schwerpunkt Innenlichtsysteme. Beide sind bei der Dräxlmaier Group tätig.

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