Safety und Sensorik Leuze erweitert LBK-Radarsystem um CIP Safety

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Das 3D-Radarsystem LBK von Leuze erkennt Personen auch bei Staub, Rauch oder Funkenflug zuverlässig. Jetzt gibt es den Controller mit integrierter CIP‑Safety‑Schnittstelle für Ethernet/IP – alternativ stehen Varianten mit Profisafe oder FSoE bereit.

Leuze hat das sichere 3D-Radarsystem LBK zur Überwachung gefährlicher Bereiche in rauen industriellen Umgebungen entwickelt. Es erkennt die Körper von Personen und überwacht so den Schutzbereich auf Zugang und Anwesenheit. (Bild:  Leuze)
Leuze hat das sichere 3D-Radarsystem LBK zur Überwachung gefährlicher Bereiche in rauen industriellen Umgebungen entwickelt. Es erkennt die Körper von Personen und überwacht so den Schutzbereich auf Zugang und Anwesenheit.
(Bild: Leuze)

In vielen Fertigungen müssen Anlagen selbst unter erschwerten Bedingungen sicher stoppen und erst dann wieder anlaufen, wenn niemand mehr im Gefahrenbereich steht. Optische Sensoren geraten bei Schweißrauch, Holzstaub oder Spänen an Grenzen. Hier spielt das 3D‑Radar LBK seine Stärken aus: Es erfasst Menschen unabhängig von Verschmutzung und Fremdlicht und meldet sowohl Zugang als auch Anwesenheit.

Anders als klassische Lichtvorhänge oder Laserscanner lässt die Radar‑Technologie Paletten, Container oder andere statische Objekte im überwachten Bereich zu, ohne das Sicherheitssignal auszulösen. Das System überwacht dank 3D‑Prinzip auch Zonen auf Stufen und Sockeln sowie Bereiche hinter nicht‑metallischen Abschattungen. Das senkt Fehlauslösungen und reduziert Stillstände.

CIP Safety für Ethernet/IP

Kern des Systems ist ein separater Controller, der nun auch mit integrierter CIP‑Safety‑Schnittstelle erhältlich ist. CIP Safety („Common Industrial Protocol Safety“) erweitert das verbreitete CIP‑Protokoll um eine sichere Übertragungsebene und ermöglicht die standardisierte Einbindung in Ethernet/IP‑basierte Sicherheitsnetzwerke. Wer andere Feldbusse nutzt, bindet LBK über Controller‑Varianten mit Profisafe oder FSoE an.

Die Inbetriebnahme bleibt schlank: Mit der Konfigurationssoftware LBK Designer passen Betreiber Keulen, Warn‑ und Schutzfelder sowie die Systemparameter an ihre Anwendung an. Neben der Parametrierung per Kabel lässt sich eine SD‑Speicherkarte für das Aufspielen und Sichern von Konfigurationen nutzen. So lassen sich Einstellungen dokumentieren und bei Bedarf reproduzieren.

Skalierbar bis 24 Sensoren

Für große oder verwinkelte Bereiche koppelt ein Controller bis zu sechs Sensoren und deckt so weitläufige Zonen ab. Vier Kanalkonfigurationen je Controller erlauben, bis zu 24 Sensoren in einer Anwendung einzusetzen. Betreiber definieren Anzahl und Position der Sensoren und konfigurieren Länge, Öffnungswinkel und Breite des überwachten Bereichs. Dadurch lässt sich LBK von Maschinenvorfeldern bis zur Absicherung von Transferbahnhöfen anpassen.

LBK eignet sich für die Überwachung nicht einsehbarer Arbeitsräume in und vor Maschinen, für Wiederanlaufschutz und Zugangssicherung an Materialübergaben. Auf Fahrwegen von Transferwagen, FTS oder Kränen arbeitet das System mit einstellbaren Keulen für Warn‑ und Schutzfeld. Fremdlicht oder reflektierende Oberflächen entlang der Route führen nicht zu Fehlschaltungen, weil das System gezielt Personen detektiert. Für Planung und Inbetriebnahme bietet Leuze auf Wunsch Unterstützung durch zertifizierte Safety‑Experten. (mc)

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