Gastkommentar Leuchtende LED-Zukunft: Zhaga schafft Austauschbarkeit
Zhaga geht als Verbund starker Unternehmen neue Wege und schafft neue Möglichkeiten in der LED-Beleuchtung. Für eine weiterhin leuchtende Zukunft der LED-Branche.
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Der Wandel auf dem Lichtmarkt ist im vollen Gange, die Gründe liegen auf der Hand: LEDs sind effizienter als klassische Lichtquellen, haben eine wesentlich höhere Lebensdauer und inspirieren dank ihres enormen Innovationspotenzials zu vielen neuen Anwendungen. Auch das Verbot der klassischen Glühlampe durch die Europäische Kommission Anfang Dezember 2008 hat dazu geführt, dass die LED-Beleuchtung schneller auf den Weg gebracht werden konnte.
Die rasante Entwicklung geht aber auch einher mit neuen Herausforderungen für die Branche. Ob Anwendungszweck, Lichtausbeute oder Design – stetig ändern sich die Parameter, die es bei der Konzeption von neuen LED-Produkten zu beachten gilt. Hier setzt Zhaga an. Seine Aufgabe liegt darin, Spezifikationen für die Austauschbarkeit von LED-Lichtquellen unterschiedlicher Hersteller zu entwickeln. Durch Zhaga werden neue LED-Lichtquellen zukünftig leichter in bestehende Leuchten zu integrieren sein. Obwohl sich der LED-Markt auch in den nächsten Jahren sehr schnell weiterentwickeln wird, soll die gesamte Branche und schließlich auch die Verbraucher von den Zhaga-Spezifikationen nachhaltig profitieren.
Viele Kunden sind seit dem Verbot der Glühlampe stark verunsichert. Gerade Hersteller und Verbraucher profitieren davon, wenn sich LED-Lichtquellen einfacher austauschen lassen. Ein neues LED-Modul kann zukünftig genutzt werden, ohne den Reflektor und das mechanische Design zu verändern. Bei der Entwicklung neuer LED-Leuchten reduziert das sowohl Kosten als auch Risiken, ohne dabei den notwendigen Gestaltungsfreiraum zu verringern.
Im Mittelpunkt der getroffenen Spezifikationen stehen die sogenannten LED-Light-Engines. Für Zhaga ist das eine Kombination aus einem LED-Modul und dem dazugehörigen Vorschaltgerät. Allerdings wird von Zhaga nur das Umfeld der LED-Light-Engine beschrieben.
Das sind im Detail alle Anschlüsse, die mechanische, thermische, elektrische und photometrische Elemente betreffen. Die Technologie in der LED-Light-Engine wird von Zhaga als eine Art Black-Box definiert, deren Gestaltung dem jeweiligen Hersteller der LED-Elemente obliegt.
Dank der festgeschriebenen Schnittstellen stellen Zhaga-konforme LED-Light-Engines eine ideale Plattform für zukunftssichere Entwicklungen dar. Denn mechanische und optische Parameter der einzelnen Engines bleiben über mehrere Produktgenerationen hinweg konstant. Verändert werden auch nicht die Geometrie, beispielsweise die Befestigungspunkte und Außendurchmesser sowie optische Merkmale, insbesondere Lumenpakete und Abstrahlcharakteristik.
Zhaga steht damit für mehr Klarheit, für mehr Sicherheit und eine globale Zusammenarbeit, wie es sie in der Lichtbranche bisher nicht gab. Im Februar 2010 ins Leben gerufen ist das Konsortium heute mehr als 190 Mitglieder aus aller Welt stark. Und die stellen erhebliche Mittel zur Verfügung, um zu gewährleisten, dass die Spezifikationen möglichst zügig von der Industrie verwendet werden können. Von Anfang an waren sich die Gründungsmitglieder im Klaren, welche große Aufgabe bevorstehen würde. Schließlich sollten so viele Partner wie möglich überzeugt werden – und das quer über alle Kontinente.
Aus heutiger Sicht kann man sagen, dass sich der bisherige Aufwand gelohnt hat und die bisherige Mission als gelungen angesehen werden kann. Allein die aktuelle Mitgliederzahl ist dafür ein eindrucksvoller Beleg. Aber auch aus qualitativer Sicht fällt die Bilanz positiv aus. Das Konsortium arbeitet effektiv und ergebnisorientiert. Was in der relativen Kürze der Zeit bereits realisiert wurde, war jüngst auf der Light + Building 2012 in Frankfurt zu sehen, als über 30 Unternehmen erste Produkte präsentierten, die gemäß der Spezifi- kationen nach Zhaga konzipiert wurden.
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