OLED in der Beleuchtung

Leuchtende Aussichten für die Organische Leuchtdiode

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Die OLED ist dünn, leicht, flexibel und langlebig

Die Entwicklung der Lichtausbeute einer OLED in Lumen/Watt auf der Zeit aufgetragen.(LG Chem)
Die Entwicklung der Lichtausbeute einer OLED in Lumen/Watt auf der Zeit aufgetragen.
(LG Chem)

Die Dicke einer OLED-Leuchtdiode umfasst lediglich ein Zehntel einer herkömmlichen LED-Diode und wiegt nur ein Fünftel. Dank dieser Eigenschaften ist es vor allem für Designer einfacher, flexible Leuchten zu entwerfen: in Automobilen, Flugzeugen oder sogar in einem U-Boot. LG Chem entwickelt flexible, biegsame OLED-Paneele, die sich an gewölbte Oberflächen anpassen lassen.

Neben Gewicht und Flexibilität spricht die Langlebigkeit für die OLED: Eine OLED-Diode ist unzerbrechlich und somit weniger anfällig als jeder Form von Beleuchtung. LG Chem hat bereits eine Reihe von Eigenanfertigungen entwickelt. Das Unternehmen hat neben der OLED-Schreibtischleuchte oder ein OLED-DIY-Beleuchtungsset entwickelt. Dank ihres geringen Gewichts lassen sich OLED-Leuchten mit einem Magneten auf einer metallischen Oberfläche befestigen oder mit einem doppelseitigen Klebeband auf eine beliebige Oberfläche. Aufgrund der geringen Wärmeausstrahlung kommt es zu keiner Schädigung empfindlicher Materialien wie Stoffe, Papier oder Holz. Deshalb eignen sich die Leuchten für Museen, an Kunstwerken und Baudenkmälern. So werden OLEDs in Seoul, Südkorea, in traditionellen Hanok-Häusern zu finden, wo sie die Architektur der hölzernen Deckenbalken optisch hervorheben.

Die OLED-Leuchten von LG Chem

Im Londoner „Tincan Project“ kommen OLED-Beleuchtungen in Restaurants zum Einsatz. Hier erlaubt die Schlichtheit der OLEDs es den Architekten, ihre Designideen und Beleuchtungseinrichtungen eigenständig umzusetzen. Auch Londoner Grimshaw Architekten sind von den Möglichkeiten der OLED-Lampen fasziniert, dass sie einen Wettbewerb für OLED-Lichtdesign sponserten.

In einem Café in Seoul sind OLEDs schmetterlingsartige Flügel nachempfunden. Sie bestehen aus 53 mm x 55 mm großen OLED-Paneelen, die mit einem Bewegungssensor ausgestattet sind und aufleuchten, sobald sich Gäste bewegen. Während das Flackern herkömmlicher Lampen schnell ermüdend auf die Augen wirkt, schaffen die blendfreien OLED-Lampen eine angenehme, beruhigende Atmosphäre.

Vielversprechend ist auch die Zusammenarbeit zwischen LG Chem und Automobilherstellern aus Europa und Japan. Hier werden Leichtgewichtigkeit, Flexibilität und Langlebigkeit von OLED-Beleuchtungen geschätzt und sollen in Zukunft beim Bau von Heckscheinwerfern zum Einsatz kommen.

Ein Blick in die Zukunft von OLED-Beleuchtungen

Erwartungen der Seouler Consultingfirma UBI Research zufolge wird der wachsende Marktanteil von OLED-Beleuchtungen im Jahr 2015 allein in den USA einen Wert von 82 Millionen US-Dollar erreichen und bis zum Jahr 2020 auf 4,7 Milliarden US-Dollar ansteigen. Diese Prognosen basieren zum einen auf der Tatsache, dass OLED-Leuchten internationalen Anforderungen nach umweltfreundlicheren und energieeffizienteren Beleuchtungsmöglichkeiten entsprechen. Zum anderen befriedigen OLED-Beleuchtungssysteme die Verbrauchernachfrage nach flexibleren, anwendungsfreundlicheren Lichtpaneelen.

Obwohl der aktuelle Marktanteil der OLED in der Beleuchtung noch klein ist, so sieht Ji Mok-Hyun, technologischer Analyst bei Meritz Securities in Seoul, die Zukunft von OLED-Leuchten positiv: „In drei bis fünf Jahren werden die OLED-Leuchten auf dem Markt durchstarten.“ Ji sieht besonders in der Automobilbranche den ersten großen Abnehmer von OLED-Beleuchtungen.

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