Sensorgehäuse

Leitfähiger Kunststoff für Gehäuse von Radarsensoren

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Stabilität, Alterungsbeständigkeit und Haftungseigenschaften

Radarsensoren für Assistenzsysteme müssen wie alle Automotivsensoren durch robuste Gehäuse und Dichtungen vor Umwelteinflüssen geschützt werden
Radarsensoren für Assistenzsysteme müssen wie alle Automotivsensoren durch robuste Gehäuse und Dichtungen vor Umwelteinflüssen geschützt werden
(Bild: Freudenberg Sealing Technologies)

Nach den Erkenntnissen der Materialexperten von Freudenberg eignen sich für die neue Kunststoffmischung zunächst bestimmte Basispolymere, die die erforderlichen mechanischen und thermischen Grundeigenschaften erfüllen. Diese müssen dann unter anderem mit Hilfe von Füllstoffen und Additiven so lange beeinflusst werden, bis sie die gewünschten Zieleigenschaften wie beispielsweise die mechanische Haltbarkeit, die Alterungsbeständigkeit und die nötigen Haftungseigenschaften erreichen.

Das besondere Augenmerk liegt aber auf der Wärmeleitfähigkeit. Mit der neu entwickelten Mischung ist es möglich, diese je nach Auslegung um das Zehn- bis Hundertfache gegenüber bisherigen Thermoplasten zu steigern. Das zur Herstellung der Trägergehäuse verwendete Spritzgussverfahren ermöglicht dann eine spezielle Konstruktion. Mit Hilfe von Ableitungselementen können die Entwickler das gesamte Thermomanagement realisieren und durch einen neuen Aufbau die elektromagnetische Verträglichkeit sicherstellen.

Das bei Thermoplasten eingesetzte Spritzgussverfahren bietet gegenüber dem Aluminium-Druckguss aber nicht nur größere Freiheiten im Design der wesentlich leichteren Bauteile. Es ermöglicht auch, bei der Herstellung einen kompletten Prozessschritt einzusparen, weil die Vorbehandlung der Oberflächen von Aluminium-Rohlingen entfällt. Das vereinfacht die Produktion und senkt potenzielle Fehlerquellen im Herstellprozess.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Werkstoffexperten von Freudenberg Sealing Technologies die Haftungseigenschaften des Kunststoffgehäuses und der Silikondichtung individuell konfigurieren können. Dadurch kann die Dichtung auch unter hohen Belastungen ihre Funktion sicher und dauerhaft erfüllen.

Bei der Entwicklung zukünftiger Sensorkonzepte ist es von besonderem Vorteil, die Verwendung von Kunststoffen für das Gehäuse frühzeitig in Betracht zu ziehen. Dann können die Entwickler von Freudenberg die Materialeigenschaften exakt auf den jeweiligen Anwendungsfall hin einstellen und das Design anforderungsgerecht auslegen.

Denn der große Vorteil von Thermoplasten besteht darin, dass sich deren Eigenschaften gezielt auf bestimmte Anforderungen hin „züchten“ lassen. Auf diese Weise können in partnerschaftlicher Zusammenarbeit leistungsfähige, bauraumoptimierte und leichte Sensorsysteme für das automatisierte Fahren entwickelt werden.

Hintergrund zu Freudenberg Sealing Technologies

Freudenberg Sealing Technologies ist als Markt- und Technologiespezialist in der Dichtungstechnik ein führender Zulieferer, Entwicklungs- und Servicepartner für Kunden verschiedenster Marktsegmente wie beispielsweise der Automobilindustrie, der zivilen Luftfahrt, dem Maschinen- und Schiffsbau, der Lebensmittel- und Pharmaindustrie oder der Land- und Baumaschinenindustrie.

Im Geschäftsjahr 2016 erzielte Freudenberg Sealing Technologies einen Umsatz von mehr als 2,3 Milliarden Euro und beschäftigte über 15.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen finden Sie unter www.fst.com.

Das Unternehmen gehört zur weltweit tätigen Freudenberg-Gruppe, die mit den Geschäftsfeldern Dichtungs- und Schwingungstechnik, Vliesstoffe und Filtration, Haushaltsprodukte sowie Spezialitäten und Sonstiges im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von mehr als 8,6 Milliarden Euro erwirtschaftete und in rund 60 Ländern mehr als 48.000 Mitarbeiter beschäftigte. Weitere Informationen unter www.freudenberg.com.

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