Enzmann Leiterplattenhersteller rüstet IT-Unterstützung und Maschinenpark auf
Im Rahmen einer groß angelegten Neuorganisation modernisiert der Leiterplattenhersteller Christian Enzmann GmbH in Gertsried bei München die Produktion. Als erste Schritte wurden ein neues ERP-System installiert und der Maschinenpark um eine optimierte SES-Anlage (SES: Strippen-Ätzen-Strippen) von Occleppo erweitert.
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Mit dem Ziel, die Fertigungseffizienz zu maximieren und die Wirtschaftlichkeit in der Produktion weiter zu verbessern hat sich der Leiterplattenhersteller Enzmann für ein neues ERP-System eintschieden. Die Wahl fiel auf Printed Circuit Professional (PCP2) von Softwires Ltd., Europas führender Anbieter von ERP-Lösungen für die Leiterplattenbranche. Das PCP2 Softwarepaket enthält integrierte Module zur Erstellung von Angeboten und Bestellungen durch Verkaufsmitarbeiter, Funktionen für das Produktions- und Prozess-Engineering (einschließlich Online Job-Tracking) sowie Möglichkeiten zur Datenerfassung aus dem Produktionszyklus. Funktionen für Qualitäts-Management, Lagerkontrolle und Dokumenten-Management sind ebenfalls integriert ebenso wie eine Funktion zur mobilen Produktionssteuerung über eine Funk-PDA-Verbindung.
ERP-System speziell für die Leiterplattenindustrie
Printed Circuits Professional wurde speziell für die Leiterplattenindustrie geschrieben. In Entwicklungsprojekten gehören kurzfristige Änderungen zum Alltag. „Mit der Software PCP2 können wir jetzt sehr schnell auf solche Modifikationen reagieren“, erklärt Peter Maria Schäflein, Betriebsleiter bei Enzmann. Die umfassende Benutzeroberfläche der PCP2-Software ermögliche den Ingenieuren und Verkaufsmitarbeitern Angebote und Bestellungen schnell, einfach und genau zu verarbeiten.
Schäflein: „Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen können relevante Daten nutzen und sind stets über den genauen Status einer Bestellung informiert.“ Zudem würden alle Möglichkeiten des Qualitätsmanagement-Systems voll ausgeschöpft. Die vom ERP-System gesammelten Daten nutzt der Leiterplattenhersteller zur weiteren Qualitätsverbesserung in der Produktion. „Damit vollziehen wir einen wesentlichen Schritt hin zu noch kürzeren Reaktionszeiten, erhöhter Transparenz, verbesserter Kostenkontrolle und noch höherer Produktqualität in der gesamten Fertigung“, zählt der Betriebsleiter die Vorteile der profellionellen IT-Unterstützung auf.
Optimierte SES-Anlage von Occleppo ermöglicht erhöhte Ätzqualität

Neu im Maschinenpark von Enzmann ist eine maßgeschneiderte SES-Anlage, um feine Strukturen auf Innenlagen mit hoher Ätzqualität zu erzeugen. Bei der Entscheidung für den italienischen Nassmaschinenspezialisten Occleppo stand die hohe Genauigkeit bei gleichzeitig hoher Geschwindigkeit im Vordergrund. Gerade hier überzeuge die Occleppo-Linie mit hervorragenden Ergebnissen bei der Herstellung von Leiterplatten mit sehr feinen Kupferstrukturen. In Kürze werde bei 70-µm-Basiskupfer ein Leiterbahnabstand von 100 µm möglich sein und bei 18-µm-Basiskupfer lediglich 50 µm. Enzmann zielt mit dieser und weiteren Investitionen auf Anwendungen mit impedanzkontrollierten Leiterzügen für die HF- und Medizintechnik.
„Mit diesem Schritt richten wir unsere Produktionsleistung auf unseren zukünftigen Bedarf aus“, erklärt Peter Maria Schäflein, Betriebsleiter von Enzmann und kündigt im Rahmen einer großangelegten Neuorganisation weitere Schritte zur Modernisierung der Produktionsanlage an.
Die 1965 gegründete Christian Enzmann GmbH mit Hauptsitz in Geretsried beschäftigt 65 Mitarbeiter und hat 2007 einen Umsatz von 50,5 Mio. Euro erwirtschaftet. Das Unternehmen, das bis heute in Familienbesitz ist, hat sich auf Leiterplattenprototypen und professionelle Eildienste spezialisiert. Zudem ist Enzmann seit 1987 alleiniger Distributor der thailändischen KCE Electronics Public Company Ltd. für den Vertrieb von Großserien in Deutschland, Österreich und Teilen Osteuropas.
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