Tandem-Stack-OLED LG Display will Leistung um 20 Prozent verbessern

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Hellere und leistungsstärkere OLED-Displays im Fahrzeug: LG Display plant mit der dritten Generation von Tandem-Stack-OLED-Panels eine bessere Leistung. Die Serienfertigung ist für 2026 geplant.

Mit der dritten Generation seiner Tandem-Stack-OLED will das Tech-Unternehmen eine bessere Leistung erreichen. Erste Partnerschaften mit Automobilherstellern hat man bereits geschlossen.(Bild:  LG Display)
Mit der dritten Generation seiner Tandem-Stack-OLED will das Tech-Unternehmen eine bessere Leistung erreichen. Erste Partnerschaften mit Automobilherstellern hat man bereits geschlossen.
(Bild: LG Display)

LG Display plant eine neue Generation an OLED-Panels für den Automobilmarkt, die auf der dritten Generation von Tandem-Stack-OLED-Panels basieren. Die Panels der dritten Generation werden im Vergleich zu den Modellen der zweiten Generation eine um 20 Prozent höhere Helligkeit und Effizienz bieten. Diese Verbesserung ist besonders wichtig für Automobildisplays, die bei verschiedenen Lichtverhältnissen gut sichtbar sein müssen.

Die Tandem-Stack-Technik verwendet mehrere Schichten organischer Leuchtdioden (OLED), um eine höhere Leuchtdichte und längere Lebensdauer zu erreichen. Konkret sind das zwei rote, grüne und blaue (RGB-)Schichten. Jede Schicht in der Tandem-Struktur trägt zur Gesamthelligkeit und Haltbarkeit des Panels bei und macht es besonders geeignet für Anwendungen im Automobil. Die erste Generation brachte LG Display 2019 auf den Markt.

Hellere Autodisplays

Verbesserte OLED-Technik soll die Leistung von Displays in Fahrzeugarmaturen, Infotainmentsystemen und Head-up-Displays (HUDs) erhöhen. Diese Anwendungen profitieren vom verbesserten Kontrast, einer schnelleren Reaktionszeit und der Flexibilität der OLED. Die Serienproduktion der verbesserten OLED-Displays soll laut LG Displays 2026 beginnen. Das koreanische Tech-Unternehmen hat bereits mehrere Partnerschaften mit OEMs geschlossen. Dazu gehören Partnerschaften mit Genesis, Mercedes-Benz, Cadillac und GM. Gemeinsam will LG Display neue Displays für Fahrzeuge entwickeln. Nach der ersten Serienproduktion für Cadillac im ersten Jahr hat LG Display bis 2023 neun Kunden für automobile OLED-Displays gewonnen.

Consumer-Produkte und wirtschaftliche Aspekte

Neben dem Automobilmarkt adressiert LG Display mit seinen OLED-Panels den so genannten Volumenmarkt. So soll die Tandem-OLED-Technologie zusätzliche Aufträge für kleine und mittelgroße OLED-Displays sichern. LG Display hat bereits ein größeres Volumen für die Lieferung von OLED-Panels für Apples iPad Pro gewonnen, das in diesem Jahr erstmals mit Tandem-OLED-Displays ausgestattet wird. Auch in Laptops und Monitoren sollen Tandem-OLED-Displays verstärkt zum Einsatz kommen. Analysten prognostizieren gegenüber Business Korea, dass das MacBook Air 2027 mit einem Tandem-OLED-Display ausgestattet sein wird.

Der hohe Stückpreis von Tandem-OLED-Displays und eine mögliche Erweiterung der Produktlinien mit Tandem-OLED-Displays haben einen erheblichen Einfluss auf den Umsatz von LG Display. Das OLED-Panel für das iPad Pro kostet 380 bis 390 US-Dollar (13 Zoll) und ist damit mehr als sechsmal so teuer wie der Durchschnittspreis von OLED-Panels für Smartphones (50 bis 60 US-Dollar). Es ist auch viermal so teuer wie LC-Displays für Tablets.(heh)

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