Kyocera stellt mit seinen Aerial Displays eine Technologie vor, mit der hochauflösende Bilder frei in die Luft projiziert werden können. Fahrer werden weniger abgelenkt, da wichtige Informationen direkt im Sichtfeld angezeigt werden.
Die Aerial Displays von Kyocera sind eine Kombination aus Miniaturisierung, hoher Auflösung und Bildqualität der nächsten Generation und können mit Hilfe eines Spiegelsystems äußerst realistische, frei schwebende Bilder projizieren.
(Bild: Kyocera)
Kyocera stellt mit seinen Aerial Displays eine Technologie vor, mit der hochauflösende Bilder frei in die Luft projiziert werden können. Diese Displays bieten erhebliche Vorteile für die Sicherheit im Fahrzeug. Sie reduzieren Ablenkungen, indem sie wichtige Informationen direkt im Sichtfeld des Fahrers anzeigen und die Anzahl der physischen Bedienelemente verringern. Mit dieser Technologie können Entwickler intuitivere und sicherere Schnittstellen für Fahrerassistenzsysteme entwickeln.
Im Herzen der Aerial Displays steht ein hochentwickeltes optisches System, das auf der Luftbildprojektion basiert. Dabei werden Lichtstrahlen so gelenkt, dass sie an einem vordefinierten Punkt im Raum zusammentreffen und ein scheinbar schwebendes, virtuelles Bild erzeugen. Die Hauptkomponenten dieses Systems umfassen Asphärische Linsen, die Verzerrungen minimieren und für eine scharfe Projektion mit hoher Detailgenauigkeit sorgen. Die Präzisionsspiegel lenken die Lichtstrahlen so, dass sie an der gewünschten Position im Raum ein realistisches Bild formen.
Hochauflösende Bildquellen und berührungslose Steuerung
Die hohe Bildqualität der Aerial Displays wird durch moderne Mikrodisplays wie OLED oder Micro-LED erreicht, mit denen sich brillante Farben und hohe Kontraste erreichen lassen. Das ist nicht nur energieeffizient, sondern bietet auch eine lange Lebensdauer. Ein weiterer technischer Meilenstein der Aerial Displays ist die interaktive Steuerung ohne physischen Kontakt. Hier kommen verschiedene Sensortechniken zum Einsatz. Infrarotsensoren erfassen die Position und Bewegung der Hände oder Finger im Raum. Kapazitive Sensoren ermöglichen eine präzise Gestenerkennung in Echtzeit. Ultraschallsensoren erfassen Bewegungen in einem größeren Radius und ergänzen die Funktionalität der anderen Sensoren.
Millimeterwellen-Sensoren
Der Kamera-Lidar-Fusion-Sensor von Kyocera ist der nach eigenen Angaben weltweit erste Lidar, bei dem Kamera und Laser auf einer optischen Achse liegen.
(Bild: Kyocera)
Neben dem Aerial Display hat Kyocera ein berührungsloses Millimeterwellen-Sensorsystem entwickelt. Es erfasst präzise kleinste Vibrationen. Für das Auto bietet es entscheidende Vorteile, denn die Sensoren unterstützen Fahrerassistenzsysteme mit hochpräzisen Sensordaten. So können Hindernisse oder Straßenzustände auch bei schlechten Witterungsbedingungen erkannt werden. Das Millimeterwellen-Sensorsystem kann sehr feine Details und Veränderungen in seiner Umgebung wahrnehmen. Dadurch wird die Reaktionszeit der Sicherheitsfunktionen verkürzt und gleichzeitig die Gesamtleistung der autonomen Fahrfunktionen verbessert.
Mit Hilfe der Sensoren können beispielsweise Vitaldaten gemessen werden. Dazu misst der Millimeterwellen-Sensor berührungslos und präzise die Herzfrequenz und andere Vitalparameter. Neben dem Einsatz im Fahrzeug eignet sich der Sensor auch für den Einsatz in Gebäuden.
Die von Kyocera entwickelte Millimeterwellen-Technologie SLAM (Simultaneous Localization and Mapping) ersetzt mechanische Lidar-Systeme durch ein 4D-Bildverarbeitungsradar. SLAM kombiniert Sensordaten, um gleichzeitig die Position des Fahrzeugs zu bestimmen und eine Umgebungskarte zu erstellen. Dies ermöglicht eine präzise Kartierung und Navigation auch bei schlechten Wetterbedingungen zu geringeren Kosten.
Darüber hinaus integriert der Kamera-Lidar-Fusionssensor von Kyocera Kamera- und Lidar-Daten auf einer einzigen optischen Achse. Diese Echtzeit-Überlagerung verbessert die Objekterkennung und bietet mit einem MEMS-Spiegel die nach eigenen Angaben weltweit höchste Auflösung sowie eine verbesserte Lebensdauer.
Bifokalspiegel verbessert die Ablesbarkeit
Ähnlich wie ein Head-up-Display zeigt der Bifokalspiegel von Kyocera ein vergrößertes virtuelles Bild in größerer Entfernung an.
(Bild: Kyocera)
Elektronische Rückspiegel mit integriertem Display für Autos werden immer beliebter. Fahrer mit altersbedingter Weitsichtigkeit (Presbyopie) haben allerdings oft Schwierigkeiten das Display abzulesen, da das Auge entsprechend akkomodieren muss. Ähnlich wie ein Head-up-Display zeigt der Bifokalspiegel von Kyocera ein vergrößertes virtuelles Bild in größerer Entfernung an, sodass Fahrer ihren Fokus leichter anpassen und das Bild sofort klar sehen können. Die Technik unterstützt sicheres Fahren, indem sie von der Rückfahrkamera erkannte Informationen sofort im Spiegel anzeigt.
Einsatz außerhalb von Fahrzeugen
Die Einsatzmöglichkeiten von Aerial Displays und Millimeterwellen-Sensoren gehen weit über die Automobilindustrie hinaus. Denkbar sind Anwendungen in der Medizintechnik, in Verkaufsräumen oder sogar in der Luft- und Raumfahrt. Die Technologien von Kyocera könnten auch für interaktive Präsentationen oder digitale Informationssysteme genutzt werden, die durch intuitive Bedienung und realistische Darstellung überzeugen. (heh)
Stand: 08.12.2025
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