Einfacher automatisieren Kuka setzt auf intuitive Bedienung, KI-Hilfe und neuen Riesen-Roboter

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Kuka präsentierte auf der Automatica 2025 neue Werkzeuge für unterschiedliche Anforderungen: eine KI-gestützte Programmierung für einfacheren Zugang zur Robotik, eine intuitive Steuerung mobiler Roboter und ein Schwerlastroboter für industrielle Anwendungen.

Automatica 2025: Der Stand des Roboterherstellers auf der Münchner Messe.(Bild:  Kuka AG)
Automatica 2025: Der Stand des Roboterherstellers auf der Münchner Messe.
(Bild: Kuka AG)

„Making automation easier“: Gemeint ist damit nicht nur benutzerfreundliche Technik: Kuka will Robotik und Software grundsätzlich zugänglicher machen. Der Konzern zeigte im Rahmen der Automatica 2025 unter anderem einen KI-Assistenten, der Roboter per Sprache programmiert, eine Plattform zur Steuerung mobiler Roboterflotten ohne Programmierkenntnisse und den stärksten Kuka-Roboter aller Zeiten.

„Für uns bedeutet ‘making automation easier‘ weit mehr als nur die Vereinfachung von Technologien“, sagt Reinhold Groß, CEO der Robotiksparte von Kuka. „Jeder Kontakt, jedes Produkt und jede Dienstleistung soll die Arbeit unserer Kunden vereinfachen und neue Einsatzgebiete erschließen.“

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iiQWorks.Copilot: Code per Spracheingabe

Einer der zentralen Bausteine dafür ist der KI-Assistent iiQWorks.Copilot, der gemeinsam mit Microsoft entwickelt wurde. Er erlaubt es, Roboter über einfache Texteingaben in natürlicher Sprache zu programmieren. Nutzer stellen ihre Anforderungen als Frage und der Copilot erzeugt daraus automatisch den passenden Code.

„Unsere Kunden können Prompts direkt an die KI richten. Die KI generiert daraus den Programmcode für die jeweilige Roboteraufgabe“, erklärt Roland Ritter, verantwortlich für das Software-Portfolio bei Kuka. Noch 2025 soll eine erste Version des Copilot verfügbar sein.

Parallel dazu führt Kuka ein vereinheitlichtes Betriebssystem für all seine Roboter ein: iiQKA.OS2. Zusammen mit der neuen Steuerung KR C5 und der Engineering-Suite iiQWorks bildet es die technologische Grundlage für ein durchgängiges Software- und Hardware-Angebot – von der Einzelzelle bis zur ganzen Flotte.

AMR per Drag-and-Drop

Auch bei der mobilen Robotik setzt Kuka auf Vereinfachung. Das Unternehmen zeigt auf der Messe sein komplettes AMR-Portfolio: sowohl die Fahrzeuge als auch die zugehörige Steuerungssoftware. Zentrales Element ist dabei die Plattform Kuka.AMR Fleet, über die sich Aufgaben und Routen einfach definieren lassen.

„Mit unserer intuitiven Software ist es möglich, AMR-Flotten zu konfigurieren, Aufgaben zu definieren und Routen zu planen – und das alles ganz ohne traditionelle Programmierkenntnisse“, sagt Clemens Lauble, bei Kuka zuständig für das Wissensmanagement im AMR-Bereich.

Weil die Systeme offen für andere Flottenmanagementlösungen sind, lassen sie sich flexibel in bestehende Produktionsumgebungen einbinden. Laut Kuka eignet sich das System besonders für Branchen wie die Batterieproduktion, in denen bislang viele Arbeitsschritte manuell ablaufen.

KR Titan ultra: Neues Schwergewicht in Orange

Kuka erweitert auch sein Hardware-Portfolio: Der neue KR Titan ultra ist der bislang stärkste Roboter des Unternehmens. Mit bis zu 1.500 Kilogramm Traglast eignet er sich unter anderem für Aufgaben in der Automobilindustrie, etwa für das Handling kompletter Batteriekästen.

„Der Roboter ist stark marktorientiert auf die Bedürfnisse unserer Automotive- und Tier-1-Kunden zugeschnitten“, sagt Erich Schober, globaler Vertriebschef bei Kuka Robotics. Ziel sei es, Robotik dort verfügbar zu machen, wo bisher Grenzen bestanden – technisch, wirtschaftlich oder beim Know-how. (mc)

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