In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf einige der bekanntesten Filme und Serien, in denen Künstliche Intelligenz (KI) eine zentrale Rolle spielt. Von Stummfilmen bis zu modernen Sci-Fi-Klassikern untersuchen wir, wie das Thema KI im Laufe der Jahre dargestellt wurde und welche Bedenken rund um die Technologie aufgekommen sind.
Dieses Bild wurde für den Artikel von einer KI generiert.
Unser Artikel ist der erste von zwei Artikeln zu Filmen, in denen es um Gefahren und Konflikte rund um das Thema KI, also Künstliche Intelligenz geht. Der Anlass dafür ist nicht zuletzt die mediale Furore rund um die KI-Software Chat-GPT. Denn viele Menschen erleben das Thema KI erstmals in einer unmittelbaren Realität und hegen Bedenken rundum vermeintlich denkfähige Computer und Programme.
Sachlich gesehen sind Sorgen berechtigt, allerdings eher darüber, dass Menschen KI missbräuchlich nutzen und damit Schaden anrichten könnten. Bei vielen Laien sowie auch in Filmen geht es aber in aller Regel um Szenarien, in denen die KI zu einer Art Täter wird, da sie fehlerhaft arbeitet oder ein Bewusstsein entwickelt und Menschen als Feinde oder Gefahr ausmacht. In diesem ersten von zwei Artikeln geht es um fünf Filme aus den Jahren 1925 bis 1983 sowie um die Serie „Raumschiff Enterprise“.
Metropolis (1927): Eine frühe Vision von Robotern und Künstlicher Intelligenz
Der Stummfilm Metropolis aus dem Jahr 1927 entstand, als Themen wie Computer und Roboter noch ferne Science-Fiction waren. Es geht in dem Film um die Stadt Metropolis, die in einer fernen Zukunft existiert und aus zwei grundlegenden Stadtbereichen besteht. Zum einen gibt es einen Bereich für die Arbeiter, die den ganzen Tag an Maschinen arbeiten und wie moderne Sklaven leben. In dem anderen Bereich leben die Reichen und Machthaber, die ihr Leben in vollen Zügen genießen können.
Eines Tages verliebt sich Freder, der Sohn des obersten Machthabers, in Maria, die Anführerin der Arbeiterschaft. Als ein Erfinder schließlich einen neuartigen Roboter baut, weist Feder ihn an, den Roboter wie Maria aussehen zu lassen. Hierzu wird die echte Maria sediert, und es findet eine Art Kopiervorgang von Marias Geist und ihrem Aussehen auf den Roboter statt. Der Roboter, der nun Marias Ebenbild ist und sich augenscheinlich menschlich verhält, sorgt danach für eine Art Aufstand unter den Arbeitern, die denken, dass es sich um die echte Maria handelt. Sie verlassen daraufhin ihre Maschinen, was zu einer Überflutung der Stadt führt. Freder und der echten Maria gelingt es am Ende, die Stadt vor dem Untergang zu bewahren.
2001: Odyssey im Weltraum (1968): Die Gefahren einer fehlerhaften Bordcomputer-KI
Der wohl bekannteste Film, der das Thema KI behandelt, ist 2001: Odyssey im Weltraum von Regisseur Stanley Kubrick aus dem Jahr 1968. Dabei geht es um eine Expedition zum Jupiter, die Hinweise auf eine mögliche andere intelligente Lebensform im Weltall suchen soll – allerdings sind selbst die Besatzungsmitglieder nicht eingeweiht, worum es genau geht. Nur der KI-basierte Bordcomputer HAL 9000 kennt das genaue Ziel der Expedition.
Insgesamt befinden sich sechs Astronauten an Bord, vier davon sind in einem Tiefschlaf. HAL 9000 ist dabei in der Lage, das Schiff autark zu steuern. Er soll in all seinen Funktionen absolut unfehlbar sein. Durch Kameras kann er die Astronauten beobachten und Sprache erkennen, um Befehle auszuführen. Doch HAL 9000 macht einen erkennbaren Fehler und scheint sich seltsam zu verhalten. Die zwei wachen Astronauten begeben sich daraufhin in eine Raumgondel, damit HAL 9000 nicht mithören kann, und überlegen, den Computer notfalls abzuschalten, da er offenbar doch Fehler machen kann. Doch HAL 9000 ist in der Lage, durch ein Bugfenster hindurch die Lippenbewegungen der Astronauten zu sehen und deren Plan zu erkennen. Mutmaßlich aus Angst vor seinem eigenen Tod tötet HAL 9000 dann alle bis auf ein Besatzungsmitglied, bevor der letzte Überlebende ihn abschalten kann.
Westworld (1973): Androiden außer Kontrolle in einem Freizeitpark der Zukunft
In Westworld (1973) sind wir zu Gast in einem großen Freizeitpark gibt, in dem die Besucher in Rollen schlüpfen können, um dem Alltag zu entkommen sowie optional auch andere historische Zeitperioden zu erleben. So wird zum Beispiel das alte Rom nachgebildet, und auch, was namensgebend für den Film ist, der Wilde Westen. Dabei nehmen die zahlenden Besucher zum Beispiel die Position des Sheriffs ein – Androiden dienen wiederum als Personal und erfüllen Nebenrollen in den Szenarien, zu denen auch Bösewichte gehören, die man als Gast „töten“ darf.
Die Androiden sind so programmiert, dass sie Besuchern untergeben und im Kampf stets unterlegen sind. Durch einen Systemfehler sind aber die Sicherheitsmaßnahmen außer Kraft gesetzt, und die Androiden beginnen, Besucher zu verletzen und zu töten. Zudem scheinen sie eine Art Bewusstsein zu haben – denn ein Android, der einen bösen Revolverhelden darstellt, beginnt die Jagd auf einen Besucher, dem er zuvor in zwei Duellen unterlegen war. Er scheint Rache nehmen zu wollen – diese Jagd ist der Kern der Szenen, in denen es um die aus den Fugen geratene KI geht.
Stand: 08.12.2025
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Blade Runner (1982): Die ethischen Fragen rund um menschenähnliche Replikanten
Im Jahr 1982 erschien mit Blade Runner ein Film, der eine düsteres Los Angeles im Jahr 2019 darstellt. Die ganze Stadt ist ein dunkler Moloch, mit hohen Gebäuden und gepeinigt von einem nicht endenden Regen. Es gibt Überbevölkerung, Verbrechen, Kommerz und Androiden, die für den Betrachter von echten Menschen nicht mehr zu unterscheiden sind und „Replikanten“ genannt werden. Da diese Replikanten besonders stark sind, eigene Gefühle entwickeln und zudem noch sehr intelligent sind, haben sie eine festgelegte Lebensdauer von vier Jahren. Es soll damit verhindert werden, dass sie bei einer Fehlentwicklung ihrer Persönlichkeit zu einer Gefahr für Menschen werden.
Die Bedenken bewahrheiten sich schließlich, da einige Replikanten ein Raumschiff entführen und einige Menschen töten. Rick Deckard soll die Replikanten nun finden und eliminieren. Er ist ein ehemaliger Blade Runner – dies sind speziell ausgebildete Detectives, die in der Lage ist, durch eine Befragung einen Replikant als solchen zu identifizieren, unter anderem mit einem Empathie-Test. Denn Replikanten sollen angeblich keine Empathie empfinden können. Im Laufe des Films trifft Deckard unter anderem auf die Replikantin Rachel, die sich aber nicht bewusst ist, dass sie eine Replikantin ist. Sie besitzt nämlich entgegen anderer Replikanten Erinnerungen und hält sich für einen Menschen. Deckard verliebt sich ihn Rachel und zweifelt immer mehr daran, ob es vertretbar ist, Replikanten zu beseitigen. Es eröffnet sich die Frage, wie man Leben und Bewusstsein feststellen und definieren kann, zumal das Argument der mangelnden Empathie auch auf viele Menschen zutrifft.
Wargames – Kriegsspiele (1983): KI, Hacking und die Gefahr eines Atomkriegs
In dem Film „Wargames – Kriegsspiele“ aus dem Jahr 1983 werden die Themen Atomkrieg, Hacking und KI miteinander verbunden. Der junge Schüler David hackt sich unwissend in den KI-basierten militärischen Computer WOPR, dessen Aufgabe es ist, Kriegstaktiken zu berechnen. Davids Ziel war eigentlich ein Spielehersteller – da er auf dem Server aber auch Spiele wie Schach findet, bemerkt er seinen Irrtum nicht und startet ein vermeintliches Spiel, in dem es um Atomkrieg zwischen den USA und der Sowjetunion geht. In Wahrheit ist es ein Simulationsprogramm, mit dem WOPR für einen möglichen Atomkrieg Taktiken erlernt.
David wählt bei dem „Spiel“ die Seite der Sowjetunion, attackiert virtuell die USA und löst damit unwissend einen echten Alarm bei den Streitkräften der USA aus - denn der simulierte Angriff wird in der Militärzentrale als echter Angriff dargestellt. Da David das „Spiel“ vorzeitig beendet, endet der vermeintliche sowjetische Angriff zunächst. Doch WOPR führt die Simulation im Hintergrund fort und will einen echten Gegenangriff starten. Kurz bevor WOPR die atomaren Codes entschlüsselt, um den Abschussbefehl für Atomraketen zu geben, gelingt es David, die Militärs zu überzeugen, dass er helfen kann. Er lässt WOPR Tic Tac Toe spielen und kann die KI davon überzeugen, dass dabei und auch analog bei einem Atomkrieg keinen Sieger geben kann, wenn man logisch denkt. WOPR beendet das Initiieren des echten Angriffs mit dem Satz „Ein seltsames Spiel. Der einzig gewinnbringende Zug ist, nicht zu spielen."
Raumschiff Enterprise: KI als wiederkehrendes Thema in einer ikonischen Sci-Fi-Serie
KI, die außer Kontrolle gerät, wurde auch in Serien bereits zum Thema – hier warnen wir generell vor Spoilern, da wir uns hier etwas kürzer fassen und keine Einleitung mehr bieten. Schon in den 1960er Jahren wurde KI bei „Raumschiff Enterprise“ zum Protagonisten einiger Folgen. Wir wollen uns hierbei auf vier Folgen konzentrieren, die allesamt derselben Grundidee folgen: Ein intelligenter Computer gehorcht seiner Logik, was aber dazu führt, dass er Menschen tötet oder unterdrückt. In allen vier Fällen endet die Folge damit, dass die KI sich selbst zerstört, da Captain Kirk ihr Logikfehler nachweisen kann und die KI daraufhin aufgibt oder zerstört wird.
Als die Crew in der Episode „Landru und die Ewigkeit“ (Staffel 1, Folge 22) auf einem Planeten landet und verdeckt untertaucht, um nach einem verschwundenen Raumschiff zu suchen, finden sie dort eine seltsame, dem Anschein nach totalitär geleitete Gesellschaft vor, die einem Anführer namens Landru hörig ist. Es stellt sich heraus, dass Landru ein mehrere Tausend Jahre alter Computer ist, der glaubt, dem Volk etwas Gutes zu tun. Captain Kirk beweist dem Computer aber, dass dessen Taten den Menschen viel mehr schaden, da er durch seine Diktator-artige Führung seit Jahrhunderten jeglichen Fortschritt verhinderte. Landru erkennt den Widerspruch und zerstört sich.
In der Folge „Ich heiße Nomad“ (Staffel 2, Folge 8) geht es um eine Sonde, deren Programmierung durch einen Meteorschauer durcheinandergeraten war – die Sonde will alles auslöschen, was nicht vollkommen ist. Daher hat sie unter anderem alles Leben in einem Sonnensystem eliminiert. Die Sonde erkennt nach einer Kontaktaufnahme in Captain Kirk ihren Schöpfer – Kirk offenbart der Sonde später, dass sie sich geirrt hat und er gar nicht ihr Schöpfer ist. Die Sonde hat also einen Fehler gemacht und ist selbst unvollkommen – sie zerstört sich daher ihrer Logik folgend selbst.
In „Der dressierte Herrscher“ (Staffel 2, Folge 12) sorgt der Kriminelle Harry Mudd dafür, dass die Enterprise durch den Androiden Norman entführt und zu einem Planeten geleitet wird. Dort lebt Mudd, umgeben von zahlreichen Androiden – da er den Planeten verlassen wollte, verlangten die Androiden menschlichen Ersatz, um weiterhin Menschen untersuchen zu können. Nachdem die Crew der Enterprise gefangen genommen wurde, behalten sie aber auch Mudd auf dem Planeten. Am Ende gelingt es Captain Kirk unter anderem durch das Lügner-Paradoxon, die Logikprogramme des Androiden Norman komplett zu überlasten. Da die Androiden offenbar vernetzt sind, werden auch alle anderen Androiden dadurch ausgeschaltet.
In „Computer M5“ (Staffel 2, Folge 24) beginnt der Computer M5, der eigentlich bei einem Manöver mit simuliertem Waffeneinsatz seine Fähigkeiten bei der Schiffssteuerung und Kampfeinsatz beweisen soll, Raumschiffe mit echten Waffen anzugreifen und Crew-Mitglieder zu töten, die seiner Analyse nach eine Gefahr darstellen. Da die Programmierung von M5 auch die ethische Grundeinstellung seines Erbauers beinhaltet, begreift er am Ende, dass er gemordet hat. Er hält die Todesstrafe für einen Mord als angemessen und schaltet sich selbst ab.