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Besonderheiten bei der Miniaturisierung von Relais mit zwangsgeführten Kontakten
Alles in allem ist die Miniaturisierung von Relais mit zwangsgeführten Kontakten differenziert gegenüber Standard-Relais zu betrachten. Umso mehr verblüfft, dass mit dem SIF 3 (Bild 1) bei einer Bauhöhe von knapp 11 mm zwei Mal 10 A mit einer elektrischen Lebensdauer von 100.000 Schaltungen im AC-1-Betrieb geschaltet werden.
Neben der Bauhöhe und dem Flächenbedarf ist die Spulenverlustleistung bei Volumenreduzierung ein entscheidender Aspekt. Mit 600 mW ist die Leitungsaufnahme des SIF-212-Relaisantriebs sehr gering. Der thermische Widerstand des gesamten Relais beträgt 60 K/W, so dass die Volumenoptimierung auch wirklich genutzt werden kann. Dadurch kann auch bei höheren Bauteiledichten auf der Platine der Wärmeeintrag in das Gesamtsystem minimiert werden.
Die Höhenreduzierung ist für Einschubsysteme nutzbringend. Die Bauhöhe beträgt 10,9 mm ist damit niedriger als viele Industriesteckverbinder nach DIN 41612 Bauform C (IEC 60603-2). Damit kann die Anordnung der Platinen im Schaltschrank an den Bauhöhen der VG-Leisten ausgerichtet werden.
Da Relais mit zwangsgeführten Kontakten in vielen Anwendungen nicht alleine eingesetzt werden, z.B. zweikanalige Systeme oder redundante Steuerungen, ist es durch den relativ geringen Flächenbedarf von 991 mm2 möglich, mehrere Relais, auch höherpolig (SIF4 und SIF6), auf einer Einschubkarte oder in einem Schaltschrankmodul zu platzieren.
Auch bei den SIF3-Relais lassen sich individuelle Kundenanpassungen vornehmen. Spezielle Spulen stehen u.a. für Anwendungen in der Eisenbahntechnik nach EN 50155 zur Verfügung. Aber auch Sonderspulen, die genau auf Kundenvorgaben zugeschnitten sind, können, sofern es technisch möglich ist, kurzfristig realisiert werden.
* Jürgen Steinhäuser ist Leiter Vertrieb und Marketing bei ELESTA in Bad Ragaz / Schweiz.
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