Maschinenverdrahtung Konfektionierbare Sensorik-Steckverbinder von M8 bis 7/8“
Die fortschreitende dezentrale Maschinen-Installation fordert für Verdrahtungskonzepte in der Automatisierungstechnik ständig neue Lösungen. Das betrifft gleichermaßen rein wirtschaftliche Aspekte wie auch den technologischen Wandel durch die Einführung der Ethernet-Technologie in die Feldebene.
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Im Maschinen- und Anlagenbau werden Sensoren und Aktoren sowie Feldbuskomponenten zunehmend über maßgeschneiderte und vorkonfektionierte Leitungen angeschlossen. Mit verschiedenen Lösungen lassen sich die feldkonfektionierbaren M8-, M12- und 7/8“-Steckverbinder auf die Anforderungen der modernen Maschinenverdrahtung zuschneiden (Aufmacherbild).
Mit der Einführung der steckbaren Anschlusstechnik für binäre Sensoren – wie induktive oder kapazitive Näherungsschalter über M12-Sensorik-Steckverbinder – wurde bereits Mitte der 80er Jahre der Grundstein für die heute standardisierte und modular steckbare Maschinenverdrahtung gelegt.
Zunächst gab es nur industriell gefertigte Sensor-Anschlussleitungen, bei denen eine Leitungsseite mit einem M12-Steckverbinder vorkonfektioniert und untrennbar mit der Leitung verbunden wurde. Das freie Ende der Leitung war für den Anschluss über Klemmen im Schaltschrank vorgesehen. Konfektionierbare Sensorik-Steckverbinder wurden wegen ihrer Baugröße und aufwändigen Montage weniger in Serienanwendungen, sondern hauptsächlich für Service- und Prüfzwecke genutzt.
Konfektionierbare Steckverbinder bei der Maschinenverdrahtung
Erst mit der dezentralen Maschinenverdrahtung, bei der auch die Sensor-Anschlüsse der Steuerungen und Feldverteiler außerhalb des Schaltschrankes steckbar wurden, nahm die Bedeutung konfektionierbarer Steckverbinder bei der Maschinenverdrahtung immens zu, da die erforderlichen variablen Längen der beidseitig mit Steckverbindern versehenen Anschlusskabel „vor Ort“ erstellt werden mussten. Die neuen Anforderungen an die Produkte schienen auf den ersten Blick gegensätzlich:
- Einfach, schnell und universell anschließbar,
- Industrietauglich und robust bei kompakten Abmessungen,
- günstiger Preis.

Diese Anforderungen variieren zusätzlich je nach Applikationsfeld und erfordern speziell dafür ausgelegte Produkte, deren Eigenschaften wiederum hauptsächlich von der optimal passenden Anschlusstechnik bestimmt werden (Bild 1).
- Schraubanschlusstechnik
Konfektionierbare M12- und 7/8˝-Sensor-Steckverbinder sind traditionell mit Schraubanschlusstechnik ausgestattet. Miniaturisierte Varianten ermöglichen heute auch den Einsatz dieser Technik in konfektionierbaren M8-Steckverbindern. Diese Produkte haben nach wie vor eine große Bedeutung bei Anwendungen, bei denen eine möglichst universelle Einsatzmöglichkeit im Vordergrund steht. Rationell herzustellende Kabelkonfektionen oder Kleinserien erfordern dagegen Steckverbinder, die besonders wirtschaftlich verarbeitet werden können.
- Schneidklemm-Anschlusstechnik
Im Sondermaschinenbau, wo die Längen der Sensor-/Aktor-Leitungen individuell zugeschnitten sind, ist eine rationelle Konfektionstechnik erforderlich. Diesem Zweck dienen die Steckverbinder mit dem Quickon-Schnellanschluss von Phoenix Contact. Sie ermöglichen eine besonders einfache M12-Konfektion und damit eine wirtschaftliche Anlagenverkabelung. Die Schnell-Anschlusstechnik Quickon, die auf dem Prinzip der Schneidklemm-Verbindungstechnik basiert, wurde in verschiedene Steckverbinder, Leitungsverbinder und Verteilerboxen implementiert.

Deren Nutzung ist einfach: Der Anwender entnimmt dem Polybeutel zwei vormontierte Baugruppen. Die Adern der abgemantelten Anschlussleitung werden in farblich markierte Kammern eingelegt und abgeschnitten, und die Gehäuseteile miteinander verschraubt. Die kompakten Produktabmessungen bleiben in der Größenordung der umspritzen M12-Steckverbinder (Bild 2).
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