ISO-26262-konform Komplette Batterieüberwachung für Hybrid- und E-Fahrzeuge in einem Chip
Linear Technology hat den speziell für ISO-26262-konforme Systeme entwickelten Hochspannungs-Batteriemonitor LTC6811 vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen kompletten Batterieüberwachungs-IC für Hybrid/Elektrofahrzeuge – einschließlich einer Deep-Buried-Zener-Spannungsreferenz, Hochspannungsmultiplexern, 16-bit-Delta-Sigma-ADCs und einer galvanisch getrennten, seriellen 1-Mbit/s-Schnittstelle.
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Ein einziger Monitor-Chip LTC6811 kann die Spannungen von bis zu zwölf in Serie geschalteten Zellen mit einer Genauigkeit von besser als 0,04% messen. Ein internes Tiefpassfilter dritter Ordnung mit wählbarer Grenzfrequenz (acht zur Auswahl) gewährleistet eine exzellente Rauschunterdrückung. In der schnellsten ADC-Betriebsart können sämtliche Zellen innerhalb von nur 290 µs gemessen werden.
Mehrere LTC6811 lassen sich kombinieren
Zur Überwachung großer Batterien mit vielen Zellen können mehrere LTC6811 kombiniert und gleichzeitig betrieben werden, wobei die Steuerung über die proprietäre 2-Draht-isoSPI-Schnittstelle von Linear Technology erfolgt. Diese mitintegrierte Schnittstelle ermöglicht eine galvanisch getrennte, gegenüber hochfrequentem Rauschen unempfindliche Kommunikation mit Datenraten bis 1 Mbit/s. Über ein Twisted-Pair-Kabel können zahlreiche LTC6811 in einer Daisy-Chain-Konfiguration mit einem gemeinsamen Host-Prozessor kommunizieren. Auf diese Weise können Hochspannungsbatterien mit Hunderten von Zellen überwacht werden.
Für ISO-26262-konforme Systeme
„Der LTC6811 repräsentiert die vierte Generation praxisbewährter Batteriemonitor-ICs, die auf die rauen Einsatzbedingungen und die hohen Zuverlässigkeits- und Sicherheitsanforderungen von Automobil-Anwendungen zugeschnitten sind“, erläutert Bostjan Bitenc, Field Application Engineer bei Linear Technology. „Er ist für den Betriebstemperaturbereich von –40 bis 125 °C vollständig spezifiziert. Der IC wurde für ISO-26262- (ASIL) konforme Systeme entwickelt und bietet zahlreiche Redundanz- und Fehlererkennungsfunktionen, darunter eine redundante Spannungsreferenz, eine Logiktestschaltung, Cross-Channel-Test, Erkennung von Kabelunterbrechungen, Watchdog-Timer und Paketfehler-Check an der seriellen Schnittstelle.“
Der LTC6811 als direkter Ersatz des LTC6804
Existierende Designs, die auf dem Batteriemonitor-IC LTC6804 basieren, können aufgewertet werden, indem der LTC6811 als direkter Ersatz verwendet wird. Das bringt Vorteile wie zusätzliche Tiefpassfilter-Grenzfrequenzen, zusätzliche passive und aktive Ladungsausgleichfunktionen, neue ADC-Befehle und erweiterte Fehlererkennung für erhöhte funktionale Sicherheit.
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Linduino-Technologie kombiniert Arduino-Board und Softwarebibliothek
Der LTC6811 wird uneingeschränkt von Linears Linduino-Technologie – einer Kombination aus einem Arduino-Mikrocontroller-Board und einer Softwarebibliothek – unterstützt. Das Mikrocontroller-Board enthält einen galvanisch getrennten USB-Port und kann direkt an das LTC6811-Demoboard angeschlossen werden.

„Diese Kombination ergibt eine komfortable Plattform für die Evaluierung des LTC6811 und die Entwicklung von darauf basierenden Lösungen, erklärt Bostjan Bitenc weiter, „der LTC6811 im 8 mm x 12 mm kleinen SSOP-SMT-Gehäuse kostet 8,19 US-$ pro Stück bei Abnahme von 1000 Stück. Muster und Demoboards können auf der Linear-Website bestellt werden.“
Die wichtigsten Leistungsmerkmale des LTC6811:
- Anschlusskompatibler, leistungsfähigerer Ersatz für Linear Technologys LTC6804: 25% preisgünstiger als der LTC6804, leistungsfähiger und softwarekompatibel,
- überwacht bis zu zwölf in Serie liegende Batteriezellen,
- kaskadierbare Architektur unterstützt Hunderte von Zellen,
- Integrierte isoSPI-Schnittstelle: Galvanisch getrennte, serielle 1 Mbit/s-Kommunikationsschnittstelle, Übertragungsreichweite bis zu 100 m über Twisted-Pair-Kabel, hohe Einstrahlfestigkeit, geringe Störemissionen,
- maximaler Gesamtmessfehler: 1,2 mV,
- Messzeit nur 290 µs für sämtliche Zellen eines Systems,
- synchronisierte Spannungs- und Strommessungen,
- 16-bit-Delta-Sigma-ADC mit Rauschfilter dritter Ordnung (Grenzfrequenz programmierbar),
- für ISO26262-konforme Systeme vorgesehen,
- passives Zellen-Balancing mit programmierbaren Timern,
- fünf Universal-I/O-Anschlüsse oder Analogeingänge: Eingänge für Temperatur- oder andere Sensoren, als I2C- oder SPI-Master konfigurierbar,
- Stromaufnahme im Sleep-Modus nur 4 μA,
- 48-poliges SSOP-Gehäuse.
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