Qseven-COM-Standard Kompakte Qseven-CPU-Module mit Atom-Prozessor

Autor / Redakteur: Peter Eckelmann* / Holger Heller

Dem Qseven-Konsortium gehören heute über 30 Mitglieder an, von denen die Mehrzahl eigene Module entwickelt und herstellt. Als Gründungsmitglied hat MSC besondere Aufmerksamkeit auf den Qseven-Standard gelegt und inzwischen die zweite Generation von Qseven-Modulen vorgestellt.

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Wer in kompakten, vielleicht sogar mobilen Anwendungen ein Strom sparendes, leistungsfähiges Prozessormodul einsetzen will, der kommt um den Qseven-Standard nicht mehr herum. Seit der Einführung vor zwei Jahren hat dieser Modulstandard mehr Dynamik entwickelt als alle übrigen COM-Standards zusammen.

Der Standard verdankt seinen Namen dem kompakten Formfaktor 70 mm x 70 mm. Auf dieser Fläche vereinigen die Module neben der CPU und dem System-Controller auch noch Speicher und bei ausgewählten Typen sogar eine größere Flash-Disk. Viele Schnittstellen wird über die schon in Laptops bewährte, preisgünstige MXM-Steckertechnologie nach unten auf das Trägerboard geführt. Dazu zählen PCI Express x1, SATA, USB 2.0, GigE, HD-Audio (HDA), SDIO und der LPC-Bus (der „serielle ISA-Bus“).

Die Modulreihe MSC Q7-US15W integriert einen Atom-Prozessor Z5x0 mit bis zu 1,6 GHz Taktfrequenz und den Mobile Intel System Control Hub (SCH) US15W. Der darin integrierte Graphics Media Accelerator 500 bietet eine LVDS-Schnittstelle (18/24 Bit) mit einer maximalen Auflösung von 1366 x 768 Pixel und ein SDVO Interface mit bis zu 1920 x 1080 Bildpunkten. Im Dual-Independent-Display-Modus lassen sich zwei Bildschirme gleichzeitig ansteuern. Die maximale Verlustleistung der Baugruppe liegt bei 7 W.

Qseven-Module mit mehr Leistungsfähigkeit und Schnittstellen

Bild 1: Schematischer Aufbau des Qseven-Moduls MSC Q7-US15W-FD mit 4-GByte-Flash-Disk (Archiv: Vogel Business Media)

Liegen keine besonderen Anforderungen an SATA oder PCI Express vor, eignet sich das MSC Q7-US15W-FD, weil hier bereits eine große Flash-Disk zur Aufnahme von Betriebssystem und Anwenderprogramm auf dem Modul zur Verfügung steht, die wie eine Festplatte über IDE/ATA angesprochen wird. Die für den Industrieeinsatz ausgelegte Flash-Disk verfügt über eine Kapazität von 4 GByte und ist für 10 Mio. Schreibzyklen ausgelegt. Es steht noch eine PCIe-x1-Schnittstelle zur Verfügung (sowie SDIO, was aus Gründen der Übersichtlichkeit weggelassen worden ist – Bild 1).

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