KI-Chips KI-Schlagabtausch auf der Computex: AMD vs. Nvidia – und etwas Intel
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Am 3. Juni 2024 lieferten die Verantwortlichen von AMD und Nvidia mit ihren Keynotes die Besucher der Computex natürlich KI-Neuigkeiten. AMD stellt die neueste Generation KI-Chips vor und beschleunigt den eigenen Zeitplan; Nvidia hat bereits den Blackwell- und Grace-Nachfolger auf dem Schirm. Und Intel will auch noch mitmischen.
Die Computex in Taipeh ist nach der CES mit die gewichtigste Computermesse der Welt und auch in Taiwan ist das Thema Nummer Eins KI. Das ist wenig verwunderlich, entpuppt sich die Erschließung und Versorgung von Datenzentren mit Hochleistungs-KI-Chips als wahre Goldgrube unserer Zeit, wie jüngst KI-Platzhirsch Nvidia mit den Geschäftszahlen für Q1 des Fiskaljahres 2025 untermauert hat.
Entsprechend traten die großen Hersteller im Feld der Chips für künstliche Intelligenz im Rahmen der Computex ins Rampenlicht und unterbreiteten den Zuhörern ihre mittelfristigen Pläne. Und die sind ambitioniert.
Nvidia stellt Grace- und Blackwell-Nachfolger vor
Erst im März 2024 hatte Nvidia CEO Jensen Huang die GPU Blackwell vorgestellt, die sich aktuell in der Produktion befindet. Und nun setzte er im Rahmen der Nvidia-Keynote zur Computex mit dem Blackwell-Nachfolger, der 2026 in die Massenfertigung gehen soll, sowie einem Ausblick auf die 3-Jahres-Roadmap für Nvidia noch einiges obendrauf.
2025 kommt die Blackwell-Ultra-GPU, eine nochmals verbesserte Version von Blackwell, mit zwölf Stacks HBM3e für rund 50 Prozent mehr Speicherkapazität. 2026 bringt Nvidia die Rubin-GPU als direkten Nachfolger, 2027 steht dann die Rubin-Ultra-GPU auf dem Menü. Sprich: Jedes Jahr soll eine neue Version an KI-Technologie verfügbar sein; jede von ihr noch schneller und noch energieeffizienter als die vorherige.
Feststehen mag zwar vielleicht der Name der Rubin-Plattform, Details zu den Specs hat Huang allerdings bisher nicht wirklich verraten. Der Grafikprozessor wird, so viel weiß man immerhin schon, mit acht Stacks HBM4 bestückt sein; für die Ultra-Variante sollen dann zwölf Stacks HBM4 zum Einsatz kommen. HBM4 wird ebenfalls für die Vera-CPU genutzt, die die Nachfolge von Grace antritt. Das künftige Superchip-Gespann von Nvidia trägt dann also den Namen Vera Rubin und löst Grace Hopper damit ab. Zudem will Nvidia im selben Jahr den Durchsatz des NVLink-Switch auf 3,6 TB/s verdoppeln (NVLink 6 vs. NVLink 5).
Vergleich von Blackwell, Blackwell Ultra und Rubin
| Eigenschaft | Blackwell | Blackwell Ultra | Rubin |
|---|---|---|---|
| Erscheinungsdatum | 2024 | 2025 | Voraussichtlich 2026 |
| Speichertyp | HBM3e | HBM3e (12 Stacks) | HBM4 (voraussichtlich 8 Stacks) |
| Speicherkapazität | 192 GB | 244 GB | - |
| Speicherbandbreite | 8 TB/s | 12 TB/s | - |
| Reticle-Design | 3.3x | 4x | - |
| Nachfolger | Blackwell Ultra | Rubin | Voraussichtlich Rubin Ultra |