Cybersecurity in der Industrie KI-gestütztes Schutzpaket sichert private 5G-Netze ohne Leistungsverlust

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Vernetzte Fabriken müssen ihre Datenströme lückenlos absichern. Siemens und Palo Alto Networks stellen nun ein maßgeschneidertes Schutzpaket für industrielle 5G-Netze vor. Es wehrt Cyberangriffe ab, ohne die Produktionstaktung zu bremsen.

Partnerschaft für 5G-Sicherheit: Siemens und Palo Alto Networks stellen ein maßgeschneidertes Schutzpaket für die Industrie vor.(Bild:  Siemens)
Partnerschaft für 5G-Sicherheit: Siemens und Palo Alto Networks stellen ein maßgeschneidertes Schutzpaket für die Industrie vor.
(Bild: Siemens)

Auf dem MWC 2026 haben Siemens und Palo Alto Networks eine gemeinsame Sicherheitslösung für private industrielle 5G-Netzwerke vorgestellt. Die Unternehmen kombinieren die Netzwerkinfrastruktur von Siemens mit einer auf Künstliche Intelligenz ausgerichteten Firewall von Palo Alto Networks. Sie wollen Fabriken vor Cyberangriffen schützen, ohne die eng getakteten Reaktionszeiten der Maschinen zu stören.

Datengetriebene Produktionsanlagen verlassen sich auf drahtlose Verbindungen, um Sensoren und mobile Roboter zu steuern. Privates 5G bildet dafür das Rückgrat. Gleichzeitig steigen die regulatorischen Anforderungen, etwa durch die europäische Richtlinie NIS2. Standardlösungen aus der klassischen IT stoßen in der Fabrikhalle jedoch oft an ihre Grenzen. Sie verursachen Verzögerungen bei der Datenübertragung oder erkennen spezifische Bedrohungen in der Betriebstechnik nicht zuverlässig. Ein Ausfall gefährdet schnell die Sicherheit der Mitarbeiter und verursacht hohe Kosten.

Hier setzt die neue Partnerschaft an. Ingenieure haben die Technologie im Digital Connectivity Lab von Siemens in Erlangen in verschiedenen Szenarien verifiziert. Das System liefert eine auf die Industrie zugeschnittene Sicherheit, hält aber die Latenz niedrig und den Datendurchsatz hoch. Diese Echtzeitfähigkeit unterscheidet den Ansatz von generischen IT-Konzepten.

Drei Säulen der Netzwerksicherheit

Das neue System baut auf drei Elementen auf. Den Kern bildet die private 5G-Infrastruktur von Siemens. Sie stellt die lokale Funkverbindung für mobile Anlagen bereit. Anlagenbetreiber behalten die volle Datenkontrolle, da das System unabhängig von öffentlichen Mobilfunkanbietern arbeitet.

Zusätzlich überwacht der Sinec Security Monitor von Siemens das Netzwerk kontinuierlich vor Ort. Die Software analysiert den Datenverkehr passiv, meldet Kommunikationsanomalien sowie unbekannte Geräte sofort und greift nicht aktiv in den Produktionsbetrieb ein.

Die dritte Komponente steuert Palo Alto Networks mit seiner Firewall bei. Sie untersucht industrielle Netzwerkprotokolle tiefgreifend und schirmt Anlagen vor Schadsoftware und Datenabfluss ab. Die Architektur ist nun Teil des Xcelerator-Portfolios von Siemens und erfüllt die Vorgaben der Industrienorm IEC 62443. (mc)

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