KI-basierte Hackerangriffe Jedes dritte Unternehmen in Deutschland ist unzureichend geschützt

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz kann Unternehmen nicht nur helfen, sondern auch schaden. Neben der Optimierung von Geschäftsprozessen wehrt KI auch technologisch anspruchsvolle Hackerangriffe ab. Doch davon machen noch nicht viele Unternehmen Gebrauch.

„Unternehmen sollten die neuen Risiken von KI-unterstützten Angriffen sehr ernst nehmen und die eigene Cyberabwehr entsprechend anpassen“, sagt Dr. Bruno Messmer, KI-Experte von DXC Technology. (Bild:  DXC Technology)
„Unternehmen sollten die neuen Risiken von KI-unterstützten Angriffen sehr ernst nehmen und die eigene Cyberabwehr entsprechend anpassen“, sagt Dr. Bruno Messmer, KI-Experte von DXC Technology.
(Bild: DXC Technology)

Cyberkriminelle nutzen zunehmend künstliche Intelligenz (KI), um anspruchsvolle Angriffe mit realistischen Deepfake-Texten, Bildern und Sprachsimulationen vorzubereiten. Laut einer aktuellen Umfrage von DXC Technology unter 300 Führungskräften in Deutschland, Österreich und der Schweiz verzichtet jedoch jedes dritte Unternehmen, in Österreich und der Schweiz sogar jede zweite Firma, auf den Einsatz eigener KI-basierter Abwehrtechnologien, um dieser Bedrohung gezielt entgegenzutreten.

„Unternehmen sollten die neuen Risiken von KI-unterstützten Angriffen sehr ernst nehmen und die eigene Cyberabwehr entsprechend anpassen“, sagt Jacqueline Fechner, CEO Germany von DXC Technology.

Proaktive Strategie bei einem Maschinenbauer

Der Maschinenbauer Palfinger hat auf die Risiken von KI-Angriffen bereits reagiert und erläuterte seine proaktive Strategie: „In einer hypervernetzten Welt ist Geschwindigkeit heutzutage die neue Währung der Sicherheit“, sagte Alexander Wörndl-Aichriedler, Vice President Corporate ICT & Global Business Services bei Palfinger. „Unsere KI-gesteuerten Sicherheitsmaßnahmen sind nicht nur reaktiv, sondern lernen und passen sich kontinuierlich an.“

KI strategisch in den Betrieb einbinden

Die Experten von DXC empfehlen, KI-Projekte über die Sicherheitsüberlegungen hinaus möglichst eng mit der Geschäftsstrategie eines Unternehmens zu verbinden. Auf diese Weise lassen sich Erfolge am schnellsten erzielen.

Damian Bunyan, CIO beim Energieunternehmen Uniper, betont: „Unsere Zusammenarbeit mit DXC stellt sicher, dass KI nicht nur eine Tech-Initiative ist, sondern in Prognosen, Automatisierung und betriebliche Ausfallsicherheit eingebettet ist.“ Einen solchen ganzheitlichen Ansatz verfolgt auch der Optik- und Optoelektronik-Konzern Zeiss, um mit KI beispielsweise Entwicklungen zu beschleunigen: „Bei Zeiss ist KI zu einer strategischen Säule geworden, die in unsere täglichen Abläufe eingebettet ist“, sagt Carsten Trapp, Head of Corporate IT bei Zeiss.

So setzt Zeiss KI-basierte Plattformen wie die „Research Data Platform“ (RDP) ein, um die Arbeitsabläufe in der ophthalmologischen Forschung zu transformieren. Die RDP ermöglicht die Integration und Analyse großer und komplexer klinischer und Forschungsdaten, erleichtert die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Klinik und beschleunigt die Entwicklung neuer Produkte.

Komplexe Geschäftsprozesse automatisieren

Ähnlich geht die Versicherungskammer Bayern (VKB) vor: KI soll der VKB dabei helfen, komplexe Geschäftsprozesse in der Infrastruktur zu automatisieren. Ziel ist, die Geschwindigkeit und Transparenz zu erhöhen. „KI wird es uns ermöglichen, Vorfälle innerhalb unserer kritischen Anwendungen zu antizipieren. Das beginnt mit der Schadenbearbeitung und reicht bis zum Kundenservice“, sagte Philip Brands, Leiter Produktion, VKB.

Mit der Beschleunigung der digitalen Transformation wird die Bedeutung der KI nach Einschätzung von Fachleuten noch zunehmen. Jacqueline Fechner von DXC Technology prognostiziert, KI werde ein entscheidender Eckpfeiler zukünftiger Wettbewerbsfähigkeit und technischer Entwicklung sein. Die damit verbundenen Erfahrungen seien auch für die Cyberabwehr gegen Hacker-Angriffe mit KI unverzichtbar. (heh)

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