Energieeffizienz Intelligentes Power-Management halbiert den Energieverbrauch
Wenn kreative Köpfe ihre Kompetenzen in einem Cluster bündeln, dann sind besondere Innovationen möglich. Die FG-ELEKTRONIK im bayerischen Cluster Leistungselektronik ist dafür ein Beispiel.
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Gemeinschaft macht stark. Deshalb hat die Cluster-Offensive der bayerischen Staatsregierung das Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in den wichtigsten Kompetenzfeldern der hiesigen Wirtschaft zu stärken. Studien zeigen nämlich, in einer globalen Wirtschaft hängt die Wettbewerbskraft zunehmend von lokalen Faktoren ab. Unternehmen in Clustern haben gerade deshalb ein deutlich höheres Maß an Produktivität, Innovationsdynamik und Wachstum, weil sie vor Ort auf ein dichtes Netz von spezialisierten Zulieferern, geeigneten Forschungseinrichtungen und qualifizierten Fachkräften zugreifen können.
Kleine und mittlere Firmen stehen im Mittelpunkt
Wichtig für den Erfolg sind die professionell arbeitende Cluster-Teams. Innerhalb der bayerischen Cluster-Offensive wurden seit 2006 solche Teams in jedem der zentralen 19 Kompetenzfelder auf- und ausgebaut. Ihre thematische Vielfalt zeigt eine breite Aufstellung der bayerischen Cluster-Offensive. Cluster-Politik ist somit nicht nur ein Instrument, um Hightech wie Nanotechnologie, IT oder Medizintechnik zu unterstützen, sondern sie stärkt auch wichtige traditionelle Branchen wie die chemische Industrie oder die Forst- und Holzwirtschaft. Besonderen Wert legt die Cluster-Offensive auf die Vernetzung des Mittelstands.
Im Gegensatz zu Großunternehmen fehlen kleineren Firmen vielfach die Möglichkeit, um Kooperationspartner und Forschungseinrichtungen zu finden; oder um neben dem Tagesgeschäft Innovationen auf eigene Faust zu stemmen. Um hier zu helfen, vernetzen Cluster-Teams die Akteure ihrer Kompetenzfelder landesweit und gewährleisten, dass alle relevanten Unternehmen und Institute aus Ballungszentren, aber auch aus ländlichen Regionen, integriert werden. Rund zwei Drittel der in den Clustern aktiven Firmen zählen zu den kleinen und mittleren Unternehmen.
Mehrwert durch direkten Technologie-Transfer
Die Cluster-Bildung forciert den Technologietransfer ohne Umwege. Als interessantes Beispiel soll das Cluster Leistungselektronik dienen. Hier werden Firmen aller Größen und aller Stufen entlang der Wertschöpfungskette, Wissenschaftler, Forscher und Entwickler zusammengebracht. Dadurch entsteht Mehrwert in Form von Innovationsprojekten, die sonst nicht angestoßen worden wären, weil es an Knowhow, Ressourcen und Kapazitäten mangelt.
Die FG-ELEKTRONIK GmbH aus dem fränkischen Rückersdorf bei Nürnberg ist renommierter Entwickler, Hersteller und Händler von Stromversorgungssystemen für die Industrie. Dort setzen die Geschäftsführung und Mitarbeiter auf Steigerung der Energieeffizienz, also auf das intelligente Haushalten mit der angebotenen und verfügbaren Energie. Und dies nicht erst, seit europäische Richtlinien Hersteller und Industrie gesetzlich dazu verpflichten.
Seit mehreren Jahren forciert FG-Elektronik über die Anwendungsgebiete der Normen hinaus das Thema WirkungsEnergieeffizienz. „Für uns ist es eine gesellschaftlich wichtige Aufgabe und Verpflichtung, mit Energie in jeder Form sinnvoll und sparsam umzugehen“, begründet Geschäftsführer Michael Kränzl diese strategische Ausrichtung. Und Vertriebsleiter Bernhard Greul ergänzt: „Unsere Kunden legen zunehmend Wert auf Energieeffizienz. Green Power ist ein wichtiges Verkaufsargument für unsere Produkte.“
Optimierung des Standby-Betriebs bringt hohen Nutzen
Jüngster Schritt auf dem Weg zu höherer Energieeffizienz ist ein Verbund-Projekt, das Michael Kränzl mit Unterstützung des Clusters Leistungselektronik aus der Cluster-Offensive des bayerischen Wirtschaftsministeriums auf den Weg gebracht hat. In gemeinsamer Arbeit mit dem Automatenhersteller ICA-Traffic GmbH aus Dortmund und dem Lehrstuhl für Elektromagnetische Felder der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen entsteht ein „energieeffizienter Fahrkartenautomat“.
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit gut einer halben Million Euro gefördert. Es soll exemplarisch an der neuesten Generation von Fahrkartenautomaten gezeigt werden, wie der Einsatz energiesparender Komponenten und durch intelligentes Power-Management mit Optimierung des Standby-Betriebs sehr viel Energie eingespart werden kann. Fahrkartenautomaten stehen hier stellvertretend für alle Dienstleistungssysteme, wie beispielsweise Geld- oder Parkscheinautomaten, die uns in allen Lebensbereichen begegnen. Kränzl: „Niemand kann sich annähernd vorstellen, wenn er nicht mit dieser Materie direkt beschäftigt ist, wie immens hier Energie unnötig verbraucht wird.“
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