Medizintechnik

Intelligente Intensivbeatmung dank starkem Prozessormodul

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Verlässliches und stabiles Prozessormodul gesucht

Da das System in kritischen Situationen zum Einsatz kommt, waren für die IMT AG verlässliche, stabile und hochperformante Komponenten unabdingbar. Schließlich soll das Produkt im Notfall in verschiedenen Umgebungen die lebenserhaltende Beatmung von Personen übernehmen.

„Intensivbeatmungsgeräte entziehen der Umgebung mittels einer Turbine die Luft. Diese wird gefiltert und dem Patienten mit erhöhtem Druck zugeführt“, erklärt Müller die Funktionsweise. Die Steuerung des Drucks und das zu verabreichende Volumen sollten bei Bellavista verschiedene Prozessoren übernehmen, die nach neusten technologischen Standards arbeiten.

„Eigenentwicklungen wären für ein solch spezifisches System nicht denkbar gewesen“, so der Projektleiter. „Wir suchten deshalb nach einem Partner, der über die nötige Expertise verfügt und uns ein leistungsfähiges Computer-on-Module liefern konnte, das unseren technischen Anforderungen entspricht. Zuverlässigkeit, Qualität und Kosteneffizienz waren im Rahmen der Fertigstellung für uns ebenfalls ausschlaggebend.“

Embedded-Spezialist überzeugt mit jahrzehntelanger Expertise

Nach intensiver Plattform-Evaluation fiel die Wahl schließlich auf ein COM Express-Modul von Kontron, einem führenden Anbieter von Embedded-Systemen. Das Unternehmen überzeugte durch seine 14-jährige Expertise bei der Umsetzung zuverlässiger Lösungen auf Basis der Computer-on-Module-Technologie.

Zudem zählt Kontron zu den treibenden Kräften des COM Express-Standards. Die Ingenieure des Embedded-Spezialisten beteiligen sich täglich intensiv an der Weiterentwicklung des Standards. Die Kontron-Module zeichnen sich durch Robustheit, schnelle Performance und die obligatorischen Sicherheitsmerkmale aus.

„Unsere Wahl fiel auf das COM Express Modul COMe-bSC2 im basic-Formfaktor, das neben genügend Prozessorleistung auch zusätzliche, flexibel konfigurierbare Digital Display Interfaces (DDI) für SDVO, Display Port und HDMI/DVI bietet“, so Müller. Für sicherheitskritische Applikationen wurden bis zu zwei Gigabyte fehlersicheres ECC DDR3 RAM integriert. Als CPU kam der Celeron B810E zum Einsatz.

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Dieser Autorenbeitrag ist in der Printausgabe ELEKTRONIKPRAXIS Sonderheft Embedded Systems Development II erschienen. Diese ist auch als kostenloses ePaper oder als pdf abrufbar.

Umfangreicher Support inklusive

Seit der Fertigstellung der Intensivbeatmungsgeräte der Bellavista-Familie wurde die Software kontinuierlich aktualisiert. „Neuentwicklungen sind immer einem enormen wirtschaftlichem und technischem Druck ausgesetzt“, weiß Müller aus Erfahrung. „Wie bei den meisten komplexen Systemen, mussten auch wir in der Entwicklungsphase einige Stolpersteine aus dem Weg räumen. Für mich als Projekt- und Teamleiter war es daher enorm wichtig, dass unser Team sich in allen Projektphasen auf den Support von Kontron verlassen konnte. Vor allem der direkte Kontakt mit den verantwortlichen Ingenieuren beschleunigte den Problemlösungsprozess.“

Da medizinische Systeme strengen Normen unterliegen, wurde bereits im Vorfeld genauestens definiert, welche Teile des Geräts nach welchen Kriterien geprüft werden müssen. „Grundsätzlich wird jede Disziplin auf jeder Entwicklungsstufe begutachtet“, beschreibt Müller den Prozess. „Das beinhaltet Modul-, Integrations- und Systemtests in den Disziplinen Software, Elektronik und Hardware.“

Für die erste Version des Beatmungsgeräts führte das Entwicklungsteam akribisch sämtliche Prüfungen aus, während bei den Folge-Versionen nur noch die jeweiligen Änderungen überwacht und zusätzliche Dauerbetriebstests gefahren wurden.

In einem Zeitraum von ca. 2000 Stunden absolvierte das Kontron Prozessor-Modul im klinischen Prozess alle Aufgaben zur höchsten Zufriedenheit des Projektleiters und seiner Mannschaft.

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