US-Beteiligung an Intel Intel mit US-Regierungsbeteiligung: TSMC zieht Grenzen

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Intel und die US-Regierung haben sich geeinigt: Die Regierung kauft für 8,9 Milliarden US-Dollar Intel-Stammaktien, ist allerdings nicht stimmberechtigt. Andere Unternehmen wie TSMC würden die Fördergelder aus dem Chips Act lieber zurückgeben, als eine US-Beteiligung zuzulassen.

Intels Verantwortliche und die US-Regierung sind sich einig.(Bild:  Intel Corp.)
Intels Verantwortliche und die US-Regierung sind sich einig.
(Bild: Intel Corp.)

Am 22. August 2025 war alles in trockenen Tüchern, wie die Intel-Pressestelle mitteilt: Die US-Regierung investiert 8,9 Milliarden US-Dollar in Intel-Stammaktien. Die Regierungsbeteiligung wird durch die verbleibenden 5,7 Milliarden US-Dollar an Zuschüssen finanziert, die Intel zuvor im Rahmen des US-amerikanischen Chips-and-Science-Act zugesprochen, aber bisher nicht ausgezahlt wurden. Weitere 3,2 Milliarden US-Dollar kommen aus dem Secure-Enclave-Programm, die dem Unternehmen zugesprochen worden waren. „Die Investition in Höhe von 8,9 Milliarden US-Dollar kommt zu den 2,2 Milliarden US-Dollar an CHIPS-Zuschüssen hinzu, die Intel bisher erhalten hat, sodass sich die Gesamtinvestition auf 11,1 Milliarden US-Dollar beläuft“, wird mitgeteilt.

Im Detail umfasst die Transaktion 433,3 Millionen Stammaktien von Intel für 20,47 US-Dollar pro Aktie, was einem Anteil von 9,9 Prozent an dem Unternehmen entspricht. Dabei handelt es sich allerdings um eine passive Beteiligung, was wiederum bedeutet, dass es keine Vertretung der US-Regierung im Vorstand oder sonstige Governance- oder Informationsrechte gibt. „Die Regierung erklärt sich außerdem bereit, bei Angelegenheiten, die der Zustimmung der Aktionäre bedürfen, mit dem Vorstand des Unternehmens abzustimmen“, so der Pressetext. Zudem erhält die Regierung eine fünfjährige Option, weitere fünf Prozent der Intel-Stammaktien für 20 US-Dollar pro Wertpapier zu kaufen, die allerdings nur dann genutzt werden kann, wenn Intel nicht mehr mindestens 51 Prozent des Foundry-Geschäfts hält.

Intel-Kunden wie Dell, Microsoft, HP und AWS haben den Deal befürwortet. Analysten der Bank of America sprachen im Vorfeld der anstehenden Transaktion von Vor- wie Nachteilen.„Eine solche Beteiligung könnte die Attraktivität der Onshore-Fertigung für potenzielle Fabless-Partner erhöhen, aber auch Nachteile mit sich bringen, darunter eine Verwässerung für bestehende Aktionäre und der Druck, große Projekte wie die Fabriken in Ohio wieder aufzunehmen“, wird bei Yahoo Finance zusammengefasst.

TSMC würde Förderung zurückgeben

Im Fahrwasser der Spekulationen, ob die US-Regierung bei Intel einsteigt und möglicherweise Interesse an Beteiligungen an anderen Unternehmen zeigt, berichtete das Wall Street Journal (WSJ), dass TSMCs Verantwortliche eher die Fördergelder zurückgeben würden. Das wären rund 6,6 Milliarden US-Dollar, die durch den Chips Act für die Vorhaben in Arizona gewährt wurden.

„Führungskräfte von Taiwan Semiconductor Manufacturing haben erste Gespräche darüber geführt, ihre Subventionen der US-Regierung zurückzugeben, falls die Trump-Regierung eine Beteiligung an dem Unternehmen anstreben sollte, wie mit den Gesprächen vertraute Personen berichten“, hält die Redaktion des WSJ fest. Offizielle Stellungnahmen zu diesem Thema gibt es nicht.

Offenbar müsse man sich in der Führungsriege des weltgrößten Auftragsfertigers ohnehin keine Sorgen machen. Gegenüber Reportern von Reuters wurde von einem Vertreter des Weißen Hauses bestätigt, dass man „keine ähnlichen Pläne für größere Unternehmen habe, die US-Investitionen ankurbeln, wie TSMC und Micron.“ (sb)

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