3 Mrd. US-$ Aufschlag Intel kauft Anteile an Fab 34 im irischen Leixlip zurück

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Im Herbst 2024 hatte Intel angesichts schwächelnder Jahreszahlen 49% seiner europäischen Fertigungsstätte Fab 34 in Leixlip für 11,2 Mrd. US-$ an die Kapitalgesellschaft Apollo Global Management veräußert. Nun kauft der Chiphersteller diese Anteile für 14,2 Mrd. US-$ wieder zurück.

Luftaufnahme von Intels Fab 34 in Leixlip, Irland, aus dem Jahr 2024. In dem Werk werden Chips nach den hauseigenen Verfahren Intel 3 und Intel 4 gefertigt.(Bild:  Intel)
Luftaufnahme von Intels Fab 34 in Leixlip, Irland, aus dem Jahr 2024. In dem Werk werden Chips nach den hauseigenen Verfahren Intel 3 und Intel 4 gefertigt.
(Bild: Intel)

Intel hat angekündit, den 49-Prozent-Anteil von Apollo Global Management an seiner irischen Halbleiterfabrik Fab 34 in Leixlip zurückzukaufen. Der Kaufpreis liegt bei 14,2 Milliarden US-Dollar. Apollo hatte sich 2024 im Rahmen eines Joint Ventures mit 11,2 Milliarden US-Dollar an dem Standort beteiligt.

Mit dem Rückkauf stellt Intel die vollständige Eigentümerschaft an einem Werk wieder her, das für die eigene Fertigungsstrategie eine zentrale Rolle spielt. Fab 34 fertigt Chips auf Basis der Prozessknoten Intel 4 und Intel 3, darunter Core-Ultra-Prozessoren und Xeon-Varianten für Rechenzentrumsanwendungen.

Die Finanzierung der Transaktion soll laut Intel aus vorhandenen Barmitteln sowie aus neuen Schulden in Höhe von rund 6,5 Milliarden US-Dollar erfolgen. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die Maßnahme ab 2027 positiv auf Ergebnisentwicklung und Kreditprofil auswirken wird.

Standort mit strategischer Bedeutung

Die Beteiligung von Apollo war 2024 Teil von Intels Bemühungen, Kapital für den Ausbau seiner Fertigung in Europa und den USA freizusetzen. Nach Unternehmensangaben half die damalige Struktur dabei, Investitionen in wichtige Technologie-Roadmaps zu beschleunigen und finanzielle Spielräume zu schaffen.

Inzwischen sieht sich Intel nach eigener Einschätzung finanziell robuster aufgestellt. „Wir danken Apollo für die kontinuierliche Partnerschaft auf unserem Weg zum Aufbau einer Waferfertigungs- und Advanced-Packaging-Foundry von Weltklasse, die auf Vertrauen, Beständigkeit und Umsetzung basiert“, sagte David Zinsner, CFO von Intel. „Unsere Vereinbarung von 2024 war die richtige Lösung zur richtigen Zeit und verschaffte Intel bedeutende Flexibilität, wodurch wir wichtige Initiativen beschleunigen konnten. Heute verfügen wir über eine stärkere Bilanz, eine verbesserte Finanzdisziplin und eine weiterentwickelte Geschäftsstrategie.“ Vor diesem Hintergrund passe der Konzern nun auch seine Kapitalstruktur wieder an die langfristigen Ziele an.

Mit der vollständigen Kontrolle über Fab 34 kann Intel Investitions-, Produktions- und Technologieentscheidungen an einem wichtigen europäischen Standort wieder ohne Partner abstimmen. Der Rückkauf fällt in eine Phase, in der die Nachfrage nach leistungsfähigen Prozessoren für Rechenzentren und KI-nahe Anwendungen hoch bleibt. Damit gewinnt der Standort Leixlip zusätzlich an Bedeutung, sowohl für Intels internes Produktgeschäft als auch für die weitere Positionierung des Unternehmens in der globalen Halbleiterfertigung.(sg)

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