Sparkurs bei Intel Intel hat sämtliche Anteile an Arm veräußert

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Anfang August 2024 wurde bekannt gemacht, dass Intel sparen will. Restrukturierungsmaßnahmen können bis zu 15.000 Arbeitsplätze kosten, während Intel verlorenen Boden als Auftragsfertiger wiedergutmachen will. Gespart wurde auch an anderer Stelle: Intels Anteile an Arm wurden veräußert.

Offenbar umfassen die Intel-Sparnahmen auch den Verkauf von Aktienanteilen an anderen Unternehmen.(Bild:  Intel Corp.)
Offenbar umfassen die Intel-Sparnahmen auch den Verkauf von Aktienanteilen an anderen Unternehmen.
(Bild: Intel Corp.)

Die Ankündigung einer Restrukturierung signalisiert oft, dass ein Unternehmen signifikante Veränderungen plant, um sich für die Zukunft besser aufzustellen. Diese Maßnahmen können kurzfristig schmerzhaft sein, etwa durch Entlassungen oder Schließungen, aber sie sollen langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und das Überleben des Unternehmens sichern.

Im Allgemeinen werden die Pläne für Restrukturierungen negativ aufgenommen, und das war auch nicht anders, als Großkonzern Intel Anfang August 2024 verkündete, dass man sparen und bis zu 15.000 Arbeitsplätze einsparen wolle. Der Wert der Intel-Aktien fiel daraufhin um mehr als 30 Prozent und hat sich bislang nicht deutlich von diesem Absturz erholt. Gepart wird offenbar auch an anderer Stelle, denn wie anhand einer öffentlichen Mitteilung bekannt wurde, hat Intel im 2. Quartal 2024 1,18 Millionen Aktien am britischen Chip-Hersteller Arm Holdings veräußert.

Arm-Anteile für rund 150 Millionen USD abgestoßen

Das entsprechende Formular 13F, das von der Intel Corporation am 13. August 2024 bei der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC) eingereicht wurde, wird gewöhnlich von institutionellen Investmentmanagern an die Behörde gegeben, die über 100 Millionen Dollar an Vermögenswerten verwalten. Es gibt Auskunft über die von ihnen gehaltenen Wertpapiere. Und ein Vergleich des Dokuments für das zweite Quartal mit dem Dokument für das erste Quartal 2024 zeigt, dass zwei der Aktienoptionen aus dem Intel-Portfolio verschwunden sind.

Zum einen wurden knapp 1,18 Millionen Anteile an Arm Holdings für einen Wert von rund 150 Millionen US-Dollar abgestoßen, zum anderen auch fast 5,24 Millionen Anteile an dem Cybersecurity-Unternehmen ZeroFox Holdings im Wert von knapp 5,9 Millionen US-Dollar. Es ist davon auszugehen, dass diese Maßnahme bereits Teil der anberaumten Sparbemühungen war, die von Intel-CEO Pat Gelsinger als „die größte Umstrukturierung von Intel seit der Umstellung auf Speicher-Mikroprozessoren vor vier Jahrzehnten“ bezeichnet wurden. Diese Umstrukturierung soll bis zu zehn Milliarden USD einsparen. Sowohl Sprecher von Intel als auch von Arm lehnten einen Kommentar zum Aktienverkauf ab, als sie unter anderem von Reuters kontaktiert wurden.

Was sind Arm und ZeroFox?

Arm Holdings ist ein britisches Halbleiter- und Software-Design-Unternehmen, das weltweit bekannt ist für die Entwicklung von Prozessorarchitekturen, insbesondere der ARM-Architektur. Diese Architektur wird mittlerweile in einer Vielzahl von Geräten verwendet, von Smartphones und Tablets bis zu Embedded-Systemen und Servern.

Das Cybersicherheits-Unternehmen ZeroFox aus Baltimore setzt auf künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen, um große Mengen an Online-Daten zu überwachen und zu analysieren. So können Bedrohungen in Echtzeit erkannt und bekämpft werden, bevor sie Schaden anrichten. Die Dienstleistungen von ZeroFox werden in verschiedenen Branchen genutzt, darunter Finanzen, Einzelhandel, Regierung und Gesundheitswesen. (sb)

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