Halbleiter-Forschung in Indien Infineon baut Indien-Präsenz mit einem neuen F&E-Zentrum aus

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Indien entwickelt sich weiter zu einem Halbleiter-Hotspot und zieht weitere Investitionen an. Die Verantwortlichen von Infineon beabsichtigen, die Unternehmenspräsenz in dem südasiatischen Land auszubauen und richten ein neues Zentrum für Forschung und Entwicklung ein.

Infineon erweitert die Unternehmenspräsenz in Indien um ein neues Zentrum für Forschung und Entwicklung.(Bild:  Infineon Technologies)
Infineon erweitert die Unternehmenspräsenz in Indien um ein neues Zentrum für Forschung und Entwicklung.
(Bild: Infineon Technologies)

Indien wird zunehmend zu einem wichtigen Standort für die Halbleiterindustrie. Dort gibt es nicht nur eine große Nachfrage nach Elektronik, sondern obendrein staatliche Förderprogramme und gut ausgebildete Fachkräfte. In heutigen Zeiten ist es obendrein für international agierende Unternehmen wichtig, die Lieferketten zu diversifizieren - schließlich kann man oft nicht im Voraus wissen, welche geopolitischen Umstände zeitnah für einen Schluckauf in der Lieferkette sorgen werden.

In Technologiehubs wie Bangalore und Gujarat werden diese Entwicklungen stetig vorangetrieben, sodass Indien in Zukunft eine größere Rolle in der Chipfertigung spielen könnte. Bereits jetzt haben sich zahlreiche Unternehmen in Indien angesiedelt; neben Samsung und Bosch unter anderem auch der deutsche Halbleiterhersteller Infineon. Und die Präsenz soll in den nächsten fünf Jahren noch ausgebaut werden.

Forschung und Entwicklung in Ahmedabad

Die Verantwortlichen von Infineon haben angekündigt, die Präsenz in Indien mit einem neuen Global Capability Centre (GCC) in Ahmedabad, Gujarat zu erweitern. Das Zentrum soll rund 500 Ingenieure und Fachkräfte beschäftigen, die sich mit ihrer Arbeit auf Forschung und Entwicklung in den Bereichen Halbleiterchip-Design, Software, IT, Lieferkettenmanagement und System- sowie Anwendungstechnik konzentrieren. Damit stärkt Infineon seine Innovations- und Technologieführerschaft in Indien, wo das Unternehmen bereits über 2.500 Mitarbeiter beschäftigt.

„Unser neues Kompetenzzentrum wird eine Schlüsselrolle in der globalen Innovationsstrategie von Infineon spielen und unsere F&E-Landschaft ergänzen“, wird Infineon-CEO Jochen Hanebeck zitiert. Er betont die strategische Bedeutung Indiens als wachsendes Zentrum für Halbleiterinnovation und strebt bis 2030 mehr als eine Milliarde Euro Umsatz im Land an. Das Unternehmen will zudem das lokale Innovationsökosystem mit Universitäten, Start-ups und kleinen sowie mittleren Unternehmen fördern. (sb)

(ID:50369594)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung