Carl Zeiss Messtechnik Industriediamant ist wirtschaftlicher als Rubin beim Oberflächenscan
Bisher wurden Oberflächen mit einem Rubintaster gescannt. Dieser ist zwar billig, hat jedoch den Nachteil, dass er schnell verschleißt und das Ergebnis negativ beeinflusst. Industriediamanten sind zwar teurer, amortisieren sich jedoch nach sechs Monaten.
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Werden Oberflächen mit einem Rubintaster eines Koordinatenmessgerätes gescannt, ist es entscheidend, wie die Struktur beschaffen ist. „Beim Messen von sehr harten Werkstoffen verschleißt der Taster, und bei extrem weichen Werkstoffen baut er eine Schicht auf, die sich nicht mehr entfernen lässt und zudem das Messergebnis negativ beeinflusst“, sagt Dr. Frank Richter, bei Carl Zeiss verantwortlich für die Messtaster. Eigentlich konnte er nur noch weggeworfen werden, egal ob er eine Abplattung von 1 µm hat oder sich der Umfang der Kugel wegen einer Aufbauschicht um wenige Mymeter vergrößert hat.
Oberfläche des Messobjektes entscheidend
Die Entwickler der Carl Zeiss 3D Automation fanden bei Analysen heraus, dass die Oberflächenstruktur der Messobjekte entscheidend ist. Dabei konnte festgestellt werden, dass bei Punkt-Antastungen Schäden dieses Ausmaßes nicht auftraten. Lediglich beim eigentlichen Scanprozess, konnten Abplattungen oder Materialauftrag beobachtet werden, wenn nämlich der Messtaster gleitend über eine Fläche geführt wird.
Industrie-Diamant als Lösung

Die Entwickler mussten eine Messkugel finden, die so hart ist, dass sie bei harten und rauen Materialien nicht verschleißt und bei der kein Material weicher Werkstoffe anhaftet. Als Lösung kamen Industrie-Diamanten zum Einsatz. Seit etwa einem Jahr sind Messtaster mit Diamantkugel fester Bestandteil des Lieferprogramms der Carl Zeiss 3D-Automation.
Und der Investitionsvergleich zeigt: Ein Industriediamant kostet rund 1000 €. Dem gegenüber stehen 2100 € für 70 Rubintaster á 30 €.
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