Autonome Intralogistik Igus stellt Rebelmove Pro vor: modularer AMR ab 39.800 Euro

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Der Rebelmove Pro soll Routinen in Logistik, Montage und Handling übernehmen. Die modulare Plattform lässt sich ohne Vorerfahrung einrichten und mit Aufbauten für Transport, Kommissionierung oder Montage bestücken. Igus nennt einen Einstiegspreis von 39.800 Euro.

Der Rebelmove Pro von Igus: Der AMR dient als Plattform für unterschiedliche Aufbauten, vom Kommissioniersystem, über das intelligente Regalsystem bis hin zum kollaborativen Roboter mit Förderbändern.(Bild:  Igus GmbH)
Der Rebelmove Pro von Igus: Der AMR dient als Plattform für unterschiedliche Aufbauten, vom Kommissioniersystem, über das intelligente Regalsystem bis hin zum kollaborativen Roboter mit Förderbändern.
(Bild: Igus GmbH)

Igus erweitert sein Portfolio um einen autonomen mobilen Roboter, der sich nach dem Baukastenprinzip konfigurieren lässt. Zielgruppe sind Betriebe, die Materialflüsse stabilisieren und Personaleinsatz entlasten wollen, ohne lange Integrationsprojekte zu starten. Der Hersteller positioniert den AMR nach eigenen Angaben preislich etwa 25 Prozent unter vielen Wettbewerbsmodellen.

Die Basis bildet ein kompakter Vier-Rad-Transporter (795 × 560 × 195 mm, 60 kg). Er fährt bis zu 2 m/s, trägt bis zu 250 kg oder zieht bis zu 900 kg. Eine Akkuladung reicht für rund acht Stunden. Der Einsatz ist auch im Außenbereich vorgesehen. Auf der Plattform lassen sich Anbauten kombinieren: höhenverstellbare Fördertechnik, ein Regal mit Lichtsignalen für Pick-by-Light, Anhänger für Materialzüge oder ein Cobot-Arm für Montageplätze.

Einsatzbeispiel aus der eigenen Fertigung

Igus erprobt den AMR im eigenen Werk als Shuttle zwischen Spritzguss und Montage. „igus selbst nutzt den Rebelmove Pro bereits als Shuttle, um in der Produktion Produkte von Spritzgussmaschinen abzutransportieren“, sagt Sebastian Thorwarth-Kienbaum von Igus. „Das sind ermüdende intralogistische Routinetätigkeiten, für die Unternehmen Menschen nur noch schwer begeistern können.“ In einem Pilotprojekt entstand innerhalb von zwei Monaten ein automatisierter Behältertransport inklusive Schnittstellenintegration, vom Konzept bis zur Umsetzung.

Inbetriebnahme und Navigation ohne Integrator

Der Rebelmove Pro erstellt bei einer Einlernfahrt automatisch eine 3D-Karte der Umgebung. Lidar, 3D-Sensoren und eine Realsense-Kamera kartieren etwa 200 Quadratmeter in knapp drei Minuten. Danach navigiert der AMR autonom ohne Bodenmarkierungen. Bewegungsabläufe lassen sich per Software in rund 15 Minuten definieren; Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich. „Hier verursachen Systemintegratoren und Softwarelizenzen oftmals hohe Folgekosten, die dazu führen, dass Unternehmen das Thema Automation frustriert wieder auf Eis legen“, sagt Sebastian Thorwarth-Kienbaum. „Wir haben daher großen Wert darauf gelegt, dass sich der Rebelmove Pro ohne fremde Hilfe und Automationserfahrung integrieren und bedienen lässt.“

Schnittstellen und Flottenmanagement

Für die IT-Anbindung unterstützt die Plattform offene Schnittstellen wie IoT, VDA 5050, REST, SAP und ERP. Externe Flottenmanager wie Fleetexecuter, Kinexon oder Naise sind kompatibel. Mit dem Preispunkt und der kurzen Inbetriebnahme kalkuliert Igus je nach Anwendung mit einem Return on Investment nach etwa zwölf Monaten. (mc)

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