"No boring jobs" Igus nutzt eigene Fabrik als Showcase für Low-Cost-Robotik

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Über 1.500 Roboter helfen bei igus inzwischen täglich in Produktion und Logistik. Vom Cobot bis zum autonomen Fahrzeug zeigt der Kölner Kunststoffspezialist, wie sich Low-Cost-Automation konkret umsetzen lässt und lädt andere zum Nachmachen ein.

Igus auf der Automatica 2025: Der Kölner Kunststoffhersteller will mit Low Cost Robotik trumpfen.(Bild:  Manuel Christa)
Igus auf der Automatica 2025: Der Kölner Kunststoffhersteller will mit Low Cost Robotik trumpfen.
(Bild: Manuel Christa)

In den Werkhallen von igus greifen längst nicht mehr nur Menschen zu Bohrern, Druckern und Transportwagen. „Es wird zunehmend schwerer, Menschen für solche Routinetätigkeiten zu begeistern. Das ist mehr als verständlich“, sagt Alexander Mühlens, Leiter des Geschäftsbereichs Low-Cost-Automation bei igus. Der Kunststoffspezialist hat daher die Initiative „No boring jobs“ gestartet. Ziel ist es, monotone Aufgaben zu automatisieren und die Mitarbeitenden für sinnvollere Tätigkeiten einzusetzen.

Robotik zum Nachbauen

Was als interne Verbesserung begann, ist zum Schaufenster geworden. Auf der Plattform RBTX.de zeigt igus, wie sich über 1.000 Roboter und Komponenten von mehr als 200 Herstellern nach dem Baukastenprinzip kombinieren lassen. „Das Motto lautet: Robotik für Jedermann, auch für kleine Betriebe mit geringen Budgets und wenig Automationserfahrung“, erklärt Mühlens. Auch der Messeauftritt auf der Automatica in München diente dabei als Showroom der eigenen Erfahrungen.

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Bis 2027 plant igus weitere 1.000 Anwendungen in der eigenen Fertigung. Alle sind modular aufgebaut und lassen sich direkt übernehmen oder anpassen. „Wir haben unter anderem enorm viel Erfahrung in unserer eigenen Produktion gesammelt und dutzende Anwendungen mit einem Return-on-Invest unter drei Monaten entwickelt und in Betrieb genommen. Dieses Wissen wollen wir an Kunden weitergeben, die sich bislang von den hohen Kosten und der Komplexität von marktüblichen Automationslösungen abgeschreckt fühlten.“

Acht Wochen bis zum Break-even

Ein Beispiel ist der Gelenkarmroboter ReBeL. „Der Cobot ist somit ideal geeignet für einfache Pick-and-Place-Aufgaben oder als Montagehilfe – Tätigkeiten, für die große Industrieroboter vollkommen überdimensioniert wären.“ In der Produktion bei igus bohrt der ReBeL täglich tausendfach, druckt Markierungen und zeigt: Automatisierung rechnet sich.

Auch mobile Roboter wie der ReBeL Move, Picker an Spritzgussmaschinen oder Deltaroboter amortisieren sich laut igus in wenigen Monaten. „All diese Beispiele zeigen: Es ist heutzutage für viele Unternehmen möglich, Routineprozesse mit überschaubarem Budget und wenig Vorerfahrung zuverlässig zu automatisieren und sich damit vom Fachkräftemangel unabhängiger zu machen. Wir unterstützen sie dabei.“ (mc)

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