Fabrikautomation, Netzwerksicherheit und Medizintechnik sind die drei Kernfelder von IEI. Im Gespräch mit dem Vice President von IEI verrät er, warum gerade europäische Entwickler davon profitieren können.
IEI will mit seinen Edge-Computing-Plattformen die Fabrikautomation auf dem deutschen und europäischen Markt unterstützen. Y.T. Lee, Vizepräsident von IEI (links), und Johann Wiesböck, ehemaliger Chefredakteur der ELEKTRONIKPRAXIS.
(Bild: Johann Wiesböck)
Sichere und gleichzeitig vernetzte Anlagen: Das ist das Geschäftsfeld von IEI Integration Corp aus Taiwan. Das Unternehmen liefert Hard- und Software für unterschiedliche Industrien wie beispielsweise Fabrikautomation, Telekommunikation, Medizintechnik, Verteidigung und Netzwerksicherheit. Wichtige Produkte von IEI sind eingebettete Systeme, industrielle Panel-PCs, Netzwerk-Appliances und Virtualisierungsplattformen. Die Produkte sind darauf ausgelegt, in rauen industriellen Umgebungen zuverlässig zu funktionieren, und bieten Lösungen für die Verwaltung und Optimierung von dezentralen Computernetzen (Edge-Computing).
Auf der Computex 2024 sprachen wir mit Y.T. Lee, Vizepräsident von IEI.
Herr Lee, was ist Ihre Hauptmotivation, auf Messen in Deutschland wie der Embedded World und Electronica auszustellen?
IEI möchte mit seinen Edge-Computing-Plattformen zur Fabrikautomation den deutschen und europäischen Markt unterstützen. Diese Plattformen integrieren unser iRM-Remote-Management-System und das iVEC-Virtualisierungssystem. Unser Ziel ist es, neue Kunden und Wiederverkäufer in Deutschland zu gewinnen und das Land als Basis für die Expansion in Europa zu nutzen.
Dafür stellen wir auf Messen wie der Embedded World sowie auf IT- und Cybersicherheitsveranstaltungen wie der Nürnberg Messe und der Hannover Messe aus. Der Fokus auf Cybersicherheit wird durch das neue Cyber Resilience Act (CRA) verstärkt. Zudem wollen wir mit unseren Netzwerk-Appliances, die bereits von globalen Unternehmen genutzt werden, im Markt für Cybersicherheit weiter Fuß fassen.
Welche Ihrer Produkte und Dienstleistungen passen besonders gut zum europäischen Markt?
Unsere Edge-Computing-Produkte wie das modulare Steuerungssystem, das lüfterlose Embedded-System für die Hutschienenmontage und unsere Industrie-Panel-PCs sind für den Einsatz in der Fabrikautomation optimiert. Sie bieten nicht nur eine zuverlässige Leistung, sondern auch ein ansprechendes Design für unterschiedliche Umgebungen.
Die IEI Remote Management-Lösung (iRM) ermöglicht eine effiziente Verwaltung und Wartung von Geräten, die über verschiedene Standorte verteilt sind. Unsere Virtualization Edge Computer (iVEC) bieten eine leistungsstarke Virtualisierungsplattform mit Remote-Desktop-Zugriff, ideal für OT-Profis (Operational Technology).
Im Bereich Netzwerksicherheit bieten wir das PUZZLE-9040 an, eine Sicherheitsappliance mit zwei Intel-Prozessoren und OCP 3.0-Netzwerkschnittstellen, die eine Gesamtdurchsatzleistung von 800 GBit/s ermöglicht.
Welche drei wichtigen Funktionen bieten Ihre Produkte und Dienstleistungen?
Bei der Hardware ist zuerst unser modulares Embedded-System TANK-XM811 zu nennen. Es basiert auf einem Intel Core-Prozessor und bietet zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten. Weiterhin das lüfterlose Embedded-System für die Hutschiene, welches mit einem Intel Celeron-Prozessor ausgestattet ist und über eine isolierte CAN-Bus-Schnittstelle zum Schutz vor Hochspannungstransienten und Erdschleifen verfügt. Schließlich unsere Panel-PCs als langlebige, robuste Industrie-Panel-PCs mit zahlreichen I/O-Schnittstellen.
Auf Seiten der Software bieten wir mit dem Edge-Computing-Lösungspaket ein integriertes Remote-Management-System (iRM), um den Systemzustand zu überwachen. Die Virtualisierungssoftware (iVEC) erlaubt es, mehrere industrielle Anwendungen auf einer einzigen Hardwareplattform laufen zu lassen. Dadurch wird die Ressourcennutzung effizienter, die Leistung zuverlässiger und das Management in unterschiedlichen industriellen Umgebungen vereinfacht.
Welche Anwendungen adressieren diese Produkte hauptsächlich?
Unsere Produkte sind vor allem für die Fabrikautomation konzipiert, insbesondere für HMI-Anwendungen, Edge-Computing-Gateways und maschinelles Sehen (Machine Vision). Weitere wichtige Zielmärkte sind das Edge-Computing, die Netzwerktechnik und die Medizintechnik.
Welche weiteren Informationen über Ihr Unternehmen möchten Sie den Lesern von ELEKTRONIKPRAXIS mitteilen?
Wir konzentrieren uns auf drei große Geschäftsfelder: Edge-Computing, Netzwerkkommunikation und den Medizinsektor.
Bei den Themen Edge-Computing und Embedded-Systeme bieten wir Anwendungen für die industrielle KI-Inspektion (maschinelles Lernen für Defekterkennung, Zählerablesung und Signalinspektion), das Energiemanagement (HMI- und Datenplattformen) sowie für den Schienen- und Seeverkehr (Überwachungssysteme und Virtualisierungskontroller). Zudem entwickeln wir energieeffiziente Displays wie beispielsweise E-Paper (EPD).
In den Feldern Netzwerk- und Cybersicherheit expandieren wir in Europa und den USA mit SD-WAN- und 5G-CPE-Plattformen. Die wachsende Nachfrage nach Hybrid-Cloud-Anwendungen und Datenschutz stärkt unser Wachstum im Markt für Speicher und Server. Bei der Medizinelektronik Im medizinischen Bereich nutzen wir künstliche Intelligenz, um neue Anwendungen zu entwickeln und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Stand: 08.12.2025
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Wie wichtig ist der technische Support für Ihre Produkte?
Im industriellen Umfeld, das ein breites Anwendungsspektrum umfasst, verfügt das R&D- und Support-Team von IEI über eine hohe technische Kompetenz. Diese Fachkenntnisse ermöglichen es uns, unsere Partner in Europa effektiv zu unterstützen und schnell Antworten für komplexe Probleme zu finden. Bei besonders schwierigen Fällen arbeiten wir direkt mit unseren Partnern zusammen, um den Endnutzern eine umfassende technische Unterstützung zu bieten.
Mit welchen Geschäftspartnern und Distributoren arbeiten Sie in Europa und Deutschland zusammen?
In Europa arbeiten wir mit autorisierten Distributoren wie ICP Deutschland (Spectra) in Deutschland, NCS System in Belgien/Frankreich, APLUS Système Automation in Frankreich, Koning & Hartman in den Niederlanden und Contradata in Italien zusammen. (heh)
* Johann Wiesböck ist Fachjournalist und ehemaliger Chefredakteur der ELEKTRONIKPRAXIS.