Auch Apple betroffen IDC: PC-Absatz schrumpft weiter

Von Michael Eckstein 2 min Lesedauer

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Marktanalyst International Data Corporation (IDC) bestätigt: Der Verkauf von Heimcomputern geht im ersten Quartal 2023 weiter zurück, hält aber hohes Niveau. Ab Ende 2023 rechnet IDC wieder mit Wachstum – allerdings erst einmal in einigen Bereichen.

Nach den Rekordjahren 2020 und 2021 hat die Nachfrage nach Heimcomputern deutlich nachgelassen. Auch Trendsetter Apple ist betroffen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Nach den Rekordjahren 2020 und 2021 hat die Nachfrage nach Heimcomputern deutlich nachgelassen. Auch Trendsetter Apple ist betroffen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Nach dem Verkaufs-Boom in den ersten beiden Jahren der Corona-Pandemie sind die Verkäufe für Heimcomputer im letzten Jahr drastisch eingebrochen. Dieser Trend setzt sich nach neusten Untersuchungen von IDC fort: Im ersten Quartal 2023 konnten alle Marktteilnehmer insgesamt 56,9 Millionen PCs ausliefern – ein Rückgang von fast 30 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal im Vorjahr. Offenbar hat es nun auch Apple erwischt: Nachdem die Mac-Verkäufe im letzten Jahr lange dem allgemeinen Trend trotzen konnten, sind sie laut Schätzungen von IDC im ersten Quartal 2023 um über 40 Prozent eingebrochen, von 6,1 auf 4,1 Millionen Stück. Apple veröffentlicht seine Mac-Absatzzahlen nicht in seinen Finanzberichten.

Trotz der massiven Rückgänge an verkauften Stückzahlen hält der PC-Markt jedoch ein Niveau, dass deutlich über dem Niveau vor der Pandemie liegt: So konnte die Hersteller 2022 insgesamt 292,3 Millionen Einheiten absetzen. „Die letzten aufeinanderfolgenden Quartale mit Rückgängen zeichnen ein düsteres Bild des PC-Marktes, aber es geht wirklich nur um die Wahrnehmung“, sagte Ryan Reith, Group Vice President bei IDCs Worldwide Mobility and Consumer Device Trackers.

Nach Verkaufsboom anhaltend geringe Nachfrage

Laut IDC sind die Anbieter jedoch besorgt über die geringe Nachfrage: Nutzer, die während der Pandemie in neues Equipment investiert haben, fallen als potenzielle Käufer bis auf weiteres erst einmal aus. Auch aufgrund der sich verschlechternden Weltwirtschaftslage und hoher Inflation würden Anwender sich auffallend zurückhalten mit Neuanschaffungen. Hinzu kommt, dass Anwender immer häufiger Smartphones und Tablets für Aufgaben nutzen, die sie zuvor am PC erledigt haben.

Hinzu kommt: Nach Angaben von Jitesh Ubrani, Research Manager für IDCs Mobility and Consumer Device Trackers, sind die durchschnittlichen Verkaufspreise (ASPs) in vielen Vertriebskanälen gesunken, da überschüssige Lagerbestände in den letzten Monaten zu Preisnachlässen geführt hätten, um die Nachfrage anzukurbeln: „Trotz dieser Bemühungen wird das Bestandsmanagement von fertigen PCs und Komponenten in den kommenden Quartalen ein zentrales Thema bleiben und hat das Potenzial, die ASPs weiter zu beeinflussen.“

Laut IDC sind viele große Anbieter mit verhaltenen Prognosen in das Jahr 2023 gestartet. Man erwartet, dass Teile des PC-Marktes Ende 2023 wieder zulegen könnten und der Gesamtmarkt im Jahr 2024 folgen wird. Der Markt für professionelle Nutzer hat demnach mehrere Wachstumstreiber, darunter das nahende Ende des Supports für Windows 10 und Updates für Windows 11. Wie sich Verbraucher verhalten werden, sei allerdings kaum absehbar. „Wir sind der festen Überzeugung, dass der Markt das Potenzial hat, sich 2024 zu erholen, und wir sehen auch für den Rest des Jahres 2023 noch einige Möglichkeiten“, sagt Reith. (me)

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