Verhandlungen gescheitert Honda und Nissan fusionieren wohl nicht zum drittgrößten Autobauer

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Im Dezember 2024 wollten die Autohersteller Nissan und Honda evaluieren, ob ein Zusammenschluss zum drittgrößten Fahrzeugbauer möglich ist. Offenbar ist dieser Plan gescheitert. Medien berichten auf Basis interner Quellen, dass Nissan von den Verhandlungen zurückgetreten sei.

Berichten zufolge sind die im Dezember 2024 angekündigten Verhandlungen zu einer Fusion von Honda und Nissan unter einer Holdinggesellschaft gestoppt worden. (Bild:  Honda)
Berichten zufolge sind die im Dezember 2024 angekündigten Verhandlungen zu einer Fusion von Honda und Nissan unter einer Holdinggesellschaft gestoppt worden.
(Bild: Honda)

Die japanischen Fahrzeughersteller Honda und Nissan unterhalten bereits seit geraumer Zeit eine Partnerschaft. Im Dezember 2024 hieß es, dass man evaluieren wolle, beide Unternehmen im Rahmen einer Dachgesellschaft zu fusionieren. Objektiv ergibt das Sinn, denn ein Zusammenschluss brächte Vorteile. So könnte man sich Entwicklungskosten in einem Markt teilen, der sich immer stärker in Richtung Elektromobilität und SDV orientiert. Einkauf und Produktion ließen sich effizienter gestalten und man könnte sich besser gegen internationale Konkurrenten positionieren.

Anfang Februar 2025 sind diese Überlegungen aber wohl in den Hintergrund gerückt, denn auf Basis interner, anonymer Quellen berichten mehrere Medien wie The New York Times, dass die Verhandlungen zu einem Stillstand gekommen sind, wenn sie nicht gleich vollständig aufgegeben wurden. Den Gerüchten zufolge habe man von Hondas Seite aus eine gewichtigere Stimme in der Dachgesellschaft gewünscht, was so weit gegangen sein soll, dass Nissan sich als Tochterunternehmen hätte einordnen sollen. Das schmeckte der Geschäftsführung von Nissan nicht. „Gestern teilte Nissan-Präsident Makoto Uchida dem Honda-Präsidenten Toshihiro Mibe mit, dass Nissan die im Dezember unterzeichnete Absichtserklärung, Gespräche über die Gründung einer Holdinggesellschaft für beide Unternehmen zu führen, aufheben wird“, schreibt Electronics Weekly am 7. Februar 2025.

Skepsis bei Honda

Die Autoren der New York Times berichten, dass es bereits zu Beginn der Gespräche Unzufriedenheit im Board von Honda gegeben hätte. Nissan hat mit einem Absatzrückgang zu kämpfen, der das Unternehmen zu tiefgreifenden Einschnitten gezwungen hat. Nach eigenen Analysen habe man beschlossen, dass man im Falle einer Fusion strenge Bedingungen für Nissan festlegen müsse.

Im Gegensatz zu den Berichten von Electronics Weekly heißt es bei der Times, dass die Gespräche fortgesetzt werden würden. So erzählten es die Quellen, die mit den Verhandlungen vertraut sind. „Bis mindestens nächste Woche, wenn Honda und Nissan ihre Ergebnisse für das letzte Quartal von Oktober bis Dezember bekannt geben, werden die Unternehmen wahrscheinlich nichts Offizielles verkünden.“ Eine Fusion würde die Holdinggesellschaft nach Toyota und Volkswagen zum weltweit drittgrößten Autobauer machen. (sb)

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