Miele Höchster Umsatz in der Firmengeschichte mit 2,81 Mrd. €
Der Hausgerätehersteller Miele erzielte im Geschäftsjahr 2007/2008 (30. Juni) seinen höchsten Umsatz in der Firmengeschichte: Das 1899 gegründete Familienunternehmen mit Hauptsitz in Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) steigerte im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz um 2,5% auf 2,81 Mrd. € (Vorjahr: 2,74 Mrd. €).
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Während die Miele-Gruppe vor fünf Jahren die Zwei-Mrd.-€-Umsatzgrenze erreicht hatte, wurden im Geschäftsjahr 2007/2008 erstmals mehr als 2 Mrd. € Umsatz allein im Ausland erwirtschaftet. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz ist dabei innerhalb von fünf Jahren von knapp 69 auf über 73% gestiegen. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich während der vergangenen fünf Geschäftsjahre insgesamt weltweit um 1041 auf jetzt 16.163 erhöht. Dabei haben die Miele Auslandsgesellschaften die Zahl ihrer Mitarbeiter in Marketing, Vertrieb und Service um 990 Personen vergrößert. „Miele ist heute auf allen fünf Kontinenten als Premium-Marke fest positioniert“, sagte Schübel.
Die Miele-Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr 182 Mio. € (Vorjahr: 177 Mio. €) investiert, davon mehr als 110 Mio. (Vorjahr: 108 Mio. €) in Deutschland. Im Zeitraum der letzten fünf Geschäftsjahre hat Miele insgesamt über 750 Mio. € investiert, davon in Deutschland rund 510 Mio., also mehr als zwei Drittel der Gesamtinvestitionen. Am 30. Juni 2008 waren insgesamt 16 163 (Vorjahr: 15.949 Mitarbeiter) in der Miele-Gruppe beschäftigt. Dabei ist infolge des Ausbaus der Auslandsgesellschaften die Zahl der Mitarbeiter insbesondere in Marketing, Vertrieb und Service um 214 Personen (1,3%) gestiegen.
80 Prozent des Gesamtumsatzes in Europa erwirtschaftet
In das neue Geschäftsjahr 2008/2009 ist Miele „mit gedämpftem Optimismus“ gestartet, schreiben die fünf Geschäftsführer des Familienunternehmens, Horst Schübel, Dr. Eduard Sailer, Dr. Reto Bazzi, Dr. Markus Miele und Dr. Reinhard Zinkann. Trotz allgemein nachlassender Konsumfreude in den traditionellen Kernmärkten Europas ist man bei Miele jedoch zuversichtlich. Mit einem weitgefächerten Angebot von Premium-Geräten für Kochen, Backen, Dampfgaren, Kühlen und Kaffeezubereitung, für Geschirrspülen, Wäsche- und Bodenpflege ebenso wie mit gewerblichen und medizinischen Geräten werde man Wachstum erzielen. Miele will die Position des Unternehmens, das auf den Europäischen Kernmärkten einschließlich Deutschland insgesamt 80% des Gesamtumsatzes erwirtschaftet, im laufenden Geschäftsjahr weiter verbessern.
Überdurchschnittlich gute Entwicklung im Ausland
Die Miele-Vertriebsgesellschaften im Ausland verzeichneten eine überdurchschnittlich gute Entwicklung. „Wir sind beim Ausbau der Premium-Marke Miele in den 42 Ländergesellschaften deutlich vorangekommen“, sagte der für Marketing und Vertrieb verantwortliche Miele-Geschäftsführer Dr. Reto Bazzi.
Der Auslandsumsatz von Miele ist um fast 5% auf 2,04 Mrd. € (Vorjahr: 1,95 Mrd. €) gewachsen. Der Anteil des Auslands am Miele-Gruppenumsatz hat sich auf gut 73% (Vorjahr: knapp 72%) erhöht. Nach Deutschland folgen in der Liste der zehn umsatzstärksten Miele-Vertriebsgesellschaften weltweit die Niederlande, Großbritannien, die USA, die Schweiz, Frankreich, Österreich, Australien, Belgien und Russland.
Das größte prozentuale Wachstum beim Umsatz erzielte Miele in Osteuropa. Alle osteuropäischen Miele-Vertriebsgesellschaften von Russland über Tschechien, Polen, die Ukraine, Kroatien, Ungarn, die Slowakei und Slowenien wuchsen dabei deutlich zweistellig. Erfreulich war auch das Wachstum in Übersee. Das gilt nicht nur für die umsatzgrößten Länder USA, Australien und Kanada, sondern auch für die Regionen Südamerika und Asien, in denen Miele in Zukunft noch deutliche Wachstumschancen sieht.
Dollarschwäche bremste den Umsatzanstieg auf Euro-Basis
Die Dollarschwäche in den USA hat im Berichtsjahr den Umsatzanstieg auf Euro-Basis zwar gebremst, dennoch ist Miele auch dort gewachsen. Ungeachtet der Immobilien- und Bankenkrise verzeichnete Miele USA auf Dollarbasis im Geschäftsjahr 2007/2008 ein zweistelliges Umsatzplus.
Innerhalb Euopas konnte Miele im hohen Norden und im Süden deutliche zweistellige Umsatzzuwächse verbuchen. An der Spitze lagen dabei die Türkei ebenso wie Norwegen und Finnland. Über erfreuliches Umsatzwachstum berichten die Miele Vertriebsgesellschaften von Dänemark über Irland bis zu Griechenland, Portugal und Italien. Auch in Großbritannien konnte Miele erneut kräftiges Wachstum in Landeswährung erzielen, was allerdings durch den starken Euro nicht so deutlich sichtbar wird.
Deutlich besser als die Branche
Allgemeine Kaufzurückhaltung und der Rückgang im Wohnungsbau in Spanien, Frankreich und Deutschland haben in der gesamten Branche ihre Spuren beim Umsatz hinterlassen. In allen anderen Ländern Europas ist Miele gewachsen und hat zum Teil deutlich besser als der Markt abgeschnitten.
Mit Umsatzwachstum konnte Miele in Österreich, in Belgien, in Luxemburg, in den Niederlanden und in der Schweiz seine guten Marktpositionen ausbauen. Die Umsätze der Vertriebsgesellschaft Deutschland sind im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht um rund 3% auf 744 Mio. € (Vorjahr: 770 Mio. €) zurückgegangen. Allerdings erwirtschaftete Miele in Deutschland während der ersten sechs Monate des Kalenderjahres 2008 ein Umsatzwachstum von 11%. Miele war damit deutlich besser als die Branche, die in Deutschland im ersten Halbjahr 2008 stagnierende Verkaufserlöse erzielte.
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