Joels Wireless-Blog, Teil 4 Heute funktioniert fast alles drahtlos, geht das auch mit Energie?
Dies ist wohl eines meiner Lieblingsthemen, aber ein durchaus problematisches. Neuere Projekte rund um die drahtlose Übertragung von Energie gehen auf die Arbeiten von Nikola Tesla zurück.
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Wie den meisten von uns bekannt sein dürfte, funktioniert die Übertragung von elektrischer Energie mit herkömmlichen elektromagnetischen Transversalwellen in der Praxis nicht wirklich. Selbst wenn wir Absorptions- und Streueffekte außer Acht lassen, die Energiedichte elektromagnetischer Wellen im freien Raum nimmt umgekehrt proportional mit der Wurzel aus der Entfernung ab – das heißt, sie unterliegt einer ziemlich heftigen Abschwächung.
Will man viel Energie übertragen, so braucht man einen extrem leistungsstarken Sender. Glücklicherweise verfügen wir über einen dieser Hochleistungssender, der elektromagnetische Transversalwellen im Überfluss abstrahlt. Im normalen Sprachgebrauch nennen wir Erdenbewohner diesen Sender Sonne.
Und unser Empfänger? Nun, ein Teil der Energie wird in der Atmosphäre gestreut, ein anderer Teil wird absorbiert – dadurch wärmt sich die Erde auf, und die übertragene Energie kommt organischen Substanzen wie Pflanzen zugute, die letztlich auch die Grundlage für fossile Energieträger bilden.
Das beste Beispiel für einen „Echtzeitempfänger“ für diese Art von Energie ist eine Fotozelle oder ein Solarpanel. Dummerweise haftet diesen ein schlechter Wirkungsgrad an, und wegen der ganzen Verluste lässt sich diese Methode für die Übertragung von Energie von einem Kraftwerk zu unserem Haus in der Praxis nicht nutzen – wirklich deprimierend.
Scheitern an den Gesetzen der Physik
Die drahtlose Übertragung von Energie scheitert zu unserem Ärger an den Gesetzen der Physik, die Maxwell und Hertz detailliert beschrieben haben. Einer meiner Lieblingserfinder des späten 19. bzw. frühen 20. Jahrhunderts aber hat mit Hilfe genau dieser Gesetze einen anderen Weg aufgezeigt. Unglücklicherweise fand seine Arbeit auf dem Gebiet der drahtlosen Energieübertragung bis mehr als 50 Jahre nach seinem Tod keine wirkliche Anerkennung.
Ich spreche vom Erfinder unseres Wechselstromnetzes, wie es heute noch auf der ganzen Welt zum Einsatz kommt, und Thomas Edisons Erzfeind: Nikola Tesla.
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