Joels Wireless-Blog, Teil 4

Heute funktioniert fast alles drahtlos, geht das auch mit Energie?

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Erst Mitarbeiter dann erbitterter Gegner

Für diejenigen, denen der Name Tesla wenig sagt: Er kam 1856 in Österreich-Ungarn zur Welt und profilierte sich als großer Ingenieur und Erfinder. Zu seinen wichtigen Erfindungen gehören der Transformator, der Wechselstrom-Induktionsmotor und Schwingkreise, mit denen er die Grundlage für die später von Marconi perfektionierte Funkübertragung legte. Tesla selbst besaß mehr als 700 Patente.

Der Erfinder kam in die Vereinigten Staaten, um für Thomas Edison zu arbeiten. Er und Edison gerieten in Streit, weil Tesla der Meinung war, dass man elektrische Energie am effizientesten mit Wechselstrom übertragen könnte, während Edison in der Welt des Gleichstroms verharrte.

Von der Idee besessen, Energie drahtlos zu übertragen

Wie wir wissen, hatte Tesla Recht, und wir können uns glücklich schätzen, dass ein reicher Mann namens Westinghouse bereit war, in Teslas Wechselstromsystem zu investieren. Ihm verdanken wir den ersten Wasserkraft-betriebenen Generator an den Niagara-Fällen. Der Rest ist Geschichte.

In seinem späteren Leben war Tesla von der Idee besessen, Energie drahtlos zu übertragen. Sein Wechselstromsystem funktionierte zwar ziemlich gut, aber es musste doch noch eine bessere Methode geben. Eines Tages im Jahr 1900 gelang es ihm, mit seinem drahtlosen Energieübertragungssystem 200 Glühbirnen aus einer Entfernung von etwa 40 km zum Leuchten bringen.

Als Geschäftsidee scheinbar ungeeignet

Dummerweise schien die Idee einer Energieübertragung im freien Raum dem Geschäft eher zu schaden als zu nutzen, und J. Pierpont Morgan stellte deshalb keine Mittel mehr für Teslas Wardenclyffe-Labor bereit, weil man bei drahtloser Energie nicht wusste, „wo man den Zähler montieren sollte“. Dumm für Tesla, und auch seine Theorien schienen der damaligen Sichtweise der elektromagnetischen Gesetze zu widersprechen.

Aus Geldmangel konnte er seine Arbeit nicht fortsetzen, und viele Wissenschaftler sahen in ihm einen Exzentriker, der seinen Zenit überschritten hatte.

Natürlich glaube ich, dass Teslas Arbeit und Erfolge heute in vollem Umfang anerkannt und geschätzt werden, und wie sich herausstellt, gehen alle neueren Projekte rund um die drahtlose Übertragung von Energie auf Teslas Arbeit zurück. Wie sehen diese neueren Projekte eigentlich aus, und wann werden sie uns zur Verfügung stehen? Das werde ich mir für einen späteren Blog aufheben ...

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