Produktionswachstum bei Klimageräten Heißer Sommer, heiße Zahlen: Klimageräteproduktion in Deutschland sprunghaft gestiegen

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Je heißer die Sommer werden, desto stärker wächst die Nachfrage nach Klimageräten und Klimaanlagen. Es verwundert wenig, dass die Produktion solcher Geräte in den vergangenen fünf Jahren in Deutschland um 75 Prozent gestiegen ist. Klimageräte aus Europa sind beliebt – aber bleibt das so?

Wachstumsbereich: Je wärmer die Sommer, desto mehr Menschen investieren hierzulande in ein Klimagerät.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Wachstumsbereich: Je wärmer die Sommer, desto mehr Menschen investieren hierzulande in ein Klimagerät.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Tendenziell sind die Menschen hierzulande nicht mit dem Wetter zufrieden. In diesem Jahr hatten wir nach einer ersten Hitzewelle im Juni einige Wochen mit „recht viel gefühltem“ Niederschlag. „Gefühlt“ in dem Fall, weil die erste Jahreshälfte dennoch zu trocken war, die durchschnittlichen Temperaturen etwas zu hoch. Regional gesehen kann das im Detail natürlich immer anders aussehen. In Unterfranken war es bisher unüblich trocken, im Nordosten von Brandenburg hingegen ziemlich feucht (via Tagesschau).

Nicht von der Hand zu weisen ist allerdings, dass das Klima in Deutschland, nicht zu verwechseln mit dem Wetter in Deutschland, extremer wird. Starke örtliche Niederschläge, hohe Temperaturen, turbulente Winde: Das ist mittlerweile fast schon normal. Da wundert es kaum, dass auch Menschen hierzulande Klimageräte und Klimaanlagen anschaffen.

Die Produktion von Klimageräten in Deutschland legte im Jahr 2024 spürbar zu.(Bild:  Destatis)
Die Produktion von Klimageräten in Deutschland legte im Jahr 2024 spürbar zu.
(Bild: Destatis)

Um genauer zu sein: Die Produktion von solchen Geräten ist in Deutschland in den vergangenen fünf Jahren um 75,1 Prozent auf rund 317.000 Stück im Jahr 2024 gestiegen, wie das statistische Bundesamt Destatis im August 2025 vermeldet. 2019 wurden „nur“ 181.000 solcher Geräte im Land hergestellt. Wertmäßig wuchs die Produktion im selben Zeitraum um 34,4 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro.

Wichtigstes Herkunftsland: Italien

„Auch die Importe von Klimageräten sind in den letzten fünf Jahren deutlich gestiegen: Der Wert der insgesamt eingeführten Geräte nahm gegenüber 2019 um 48,2 % auf 949 Millionen Euro im Jahr 2024 zu“, wird bemerkt.

Überraschenderweise ist das wichtigste Herkunftsland im Jahr 2024 nicht etwa China (mit einem Anteil von 13,7 Prozent), sondern Italien mit einem Anteil von 25,0 Prozent. Auf Rang drei folgt Schweden mit 10,4 Prozent der Anteile. Nimmt man die von Destatis in Betracht gezogenen Importwerte der drei Länder zusammen, dann liegt der Wert der importierten Geräte bei 465 Millionen Euro.

713 Millionen Euro hingegen ist der Wert der Exporte von Klimageräten aus Deutschland im Jahr 2024. Klimaanlagen und Geräte „made in Germany“ sind also gefragt, jedoch ist das Exportvolumen im Vergleich zum Jahr 2019 leicht zurückgegangen. Europa ist im Bereich der Klimaelektronik also bemerkenswert interessant, was beispielsweise auch die jüngste Akquise von Bosch unterstreicht. Steht zu hoffen, dass das auch so bleibt.

Zur Methodik der Destatis-Daten: In der Analyse zu Produktion und Außenhandel von Klimageräten wurden jeweils ausgewählte Gerätearten berücksichtigt – darunter Kompaktgeräte, Split-Systeme sowie Anlagen mit und ohne Kälteerzeugungsvorrichtung. Klimaanlagen für Kraftfahrzeuge und Einzelteile sind nicht Teil der Betrachtung. (sb)

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