Fernüberwachung

Hardware Monitoring unter Microsoft Windows per SNMP

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Systemkritische Parameter überwachen und Daten auswerten

Die Aufgaben der Monitoring Software umfassen die Abfrage der unterschiedlichen Betriebswerte des Rechners und das Aussendung von entsprechenden Zustandsmeldungen. Überwacht werden können systemkritische Parameter wie die Temperatur des Prozessors, des Mainboards und der Festplatten sowie die Drehzahl der unterschiedlichen, im Rechner verbauten Lüfter. Die Auswertung der Daten kann vom Benutzer selbst programmiert werden.

DSMP2 lässt sich kostenfrei von der Homepage von DSM herunterladen. Die Unterstützung ist online über das Support-Zentrum sichergestellt. Das Monitoring-Programm wurde für folgende Betriebssysteme konzipiert: Windows XP, 7, 8, Server 2008, Embedded 7 und höher. Als zentraler Server kann jedes SNMP-Überwachungsprogramm verwendet werden, z.B. Nagios, Icinga, HP OpenView, Microsoft Operations Manager und andere (Bild 2).

DSMP2 nutzt verschiedene Hardwaresensoren, z.B. für die Temperatur und die Drehzahl der Lüfter, die per SNMP permanent überwacht werden. Alle erkannten Hardwaresensoren werden mit ihrem Namen, dem aktuellen Wert und dem Mittelwert sowie Verwaltungsinformationen angezeigt. In einem definierten Zeitintervall aktualisiert der Agent alle Werte. Über- bzw. unterschreitet ein Mittelwert der zur Hardwareüberwachung definierten Sensoren den im DSMP2 definierten Schwellwert, sendet der Agent entsprechende SNMP Traps. Die Traps lassen sich sehr genau steuern. Die Auslöse- und Rücksatzwerte der Traps sind individuell einstellbar. Es sind zwei Stufen vorgesehen: Warning und Critical. Es besteht die Möglichkeit, das System mit speziellen Werten statt mit den realen Werten zu testen, ohne Veränderung der Schwellwerte.

Rechtzeitig handeln, um größere Ausfälle zu vermeiden

Ein Beispiel verdeutlicht die Vorteile der Fernüberwachung eines Rechnersystems: Der Lüfter eines PCs dreht sich nur noch mit 100 statt mit den geforderten 1000 Umdrehungen pro Zeiteinheit. Per SNMP wird ein Trap mit einer Warnmeldung versendet und angezeigt, dass der Lüfter zwar noch arbeitet, jedoch viel zu langsam. Damit besteht die Gefahr, dass die Betriebstemperatur im Rechnergehäuse ansteigt. Bevor der Lüfter komplett ausfällt, kann bereits im Vorfeld (zu einem passenden Zeitpunkt) der defekte Lüfter ausgetauscht werden.

Individuelle Anpassungen an spezielle Anwendungen erlauben es, mit dem Hardware-Monitoring-Programm DSMP2 nahezu beliebig große Systeme aus der Ferne über SNMP zu überwachen. Damit lässt sich die Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit der Rechner erhöhen. Erstmals steht jetzt für Rechnersysteme, die unter Windows laufen, eine kostenoptimierte Lösung zur Verfügung.

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