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Win3-Situation für Kunde, Hersteller und Distributor

Eine langfristige Planung ergibt eine Win3-Situation für alle Beteiligten: Der Hersteller kennt den tatsächlichen aktuellen und künftigen Bedarf und hat damit eine solide Basis für seine Produktionsplanung. Der Distributor hat die Sicherheit, Artikel auch bei längeren Lieferzeiten zum Bedarfszeitpunkt im Lager vorrätig zu haben. Und der Kunde genießt praktisch 100 %-ige Versorgungssicherheit – auch wenn sich Lieferzeiten plötzlich verlängern. Weiterer Vorteil: Aufgrund der Kommunikation zwischen allen Beteiligten und einer Planung, die Hersteller, Distributor und Kunde einschließt, genügt ein einziges Sicherheitslager. Das bedeutet eine geringere Kapitalbindung für alle Beteiligten.
Meist hält der Distributor im Sicherheitslager den Kundenbedarf für ein bis zwei Monate vor. So kann er überraschende Mehrbedarfe oder Produktionsausfälle eines oder mehrerer Hersteller über Wochen hinweg überbrücken.
Versorgungssicherheit steigert die Prozesseffizienz
Neben der Versorgungssicherheit steigt mit solchen Logistiksystemen ganz automatisch auch die Prozesseffizienz. So entfallen viele Prozessschritte in der Beschaffung, zum Beispiel müssen die Bedarfsträger keine Anfragen oder Anforderungen beim Einkauf stellen, der Einkauf braucht keine Angebote einzuholen und Bestellungen einzulösen, im Wareneingang ergeben sich schnellere Prozesszeiten.
Die Buchung und Zusammenführung der Ware und die Arbeit der Registratur wird komplett überflüssig. Da die meisten Schritte automatisiert elektronisch ablaufen und nicht mehr manuell, sinken die Prozess- und Beschaffungskosten deutlich. Gleichzeitig verbessert sich die Prozessqualität, da die Gefahr von Falscheingaben oder Tippfehlern praktisch ausgeschlossen ist.
Logistik setzt auf Konsignation, Kanban und Lieferplan
Auch die modernen Logistiksysteme basieren auf den drei klassischen Systemen Konsignation, Kanban und Lieferplan (-> Kasten, S. 38). Welches für den individuellen Bedarf und die spezifischen Anforderungen am besten passt, ergibt sich aus den Gegebenheiten und der Relevanz einiger Faktoren für den Kunden, z.B. wie viel Platz steht im Wareneingang oder im Lager zur Verfügung oder wie regelmäßig verläuft die Produktion.
Um ein System zu entwickeln, das den jeweiligen Kundenbedarf optimal erfüllt, müssen diese Faktoren richtig interpretiert werden. Rutronik entwickelt seit fast vierzig Jahren Logistiksysteme und hat mit diesen häufig Standards im Markt gesetzt. Heute erzielt der Distributor über 40 Prozent des Gesamtumsatzes mit Logistiksystemen, darunter viele global implementierte Systeme in insgesamt 24 Ländern.
* * Joachim Kaiser... Geschäftsführer Logistik und Materialwirtschaft, Rutronik Elektronische Bauelemente GmbH
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