Prüfzeichen-Missbrauch

Gefälschte VDE-Kennzeichnung – Zoll vernichtet gefährliche Lichterketten

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Tipps für die sichere Weihnachtsbeleuchtung

Zum Schutz der Verbraucher wurden alle Lichterketten vernichtet. Doch auch für geprüfte und zugelassene Lichterketten gelten einige Verhaltensregeln für deren sicheren Betrieb: Ältere Weihnachtsbeleuchtung unbedingt auf Beschädigungen prüfen, rät das VDE-Institut. Defekte Lämpchen, sofern sie austauschbar sind, sollten umgehend durch gleichwertige ersetzt werden. Auch warnen die Experten davor, Lichterketten und Weihnachtsbeleuchtung für geschlossene Räume im Freien anzubringen; durch eindringende Feuchtigkeit besteht die Gefahr eines Stromschlags bei Berührung.

Ist die Lichterkette für den Betrieb im Außenbereich zugelassen, gilt außerdem: keine provisorische Verlängerungsleitungen verwenden, denn nur spritzwassergeschützte Ausführungen sind für den Außenbereich geeignet. Eine Verlängerung mit herkömmlichen Tischsteckdosenleisten im Freien ist gar nicht zulässig und kann lebensgefährlich sein.

Bei Lichterketten mit 230 V ist besonders darauf zu achten, dass die Dichtringe an den Glühlampen zum Schutz gegen Feuchtigkeit ordnungsgemäß angebracht und nicht beschädigt sind. Ansonsten besteht die Gefahr eines Stromschlags oder sogar eines Brandes. Außerdem muss der Verbraucher auf genügend Abstand zu leicht entflammbaren Gegenständen wie Strohsternen und trockenen Tannenzweigen achten. Stauwärme ist aus Sicht der VDE-Experten unbedingt zu vermeiden, sonst kann es zur Überhitzung kommen. Wer schläft oder nicht zuhause ist, sollte grundsätzlich die Weihnachtsbeleuchtung abschalten bzw. vom Netz trennen. Und im Kinderzimmer sind nur Batterie betriebene Weihnachtslichter die beste Wahl.

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