Überspannungsschutz

Für jede Anwendung das passende Blitzschutzsystem

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Blitzschutzklasse als weiteres Auswahlkriterium

Ein weiteres Auswahlkriterium für Typ-1-SPDs richtet sich nach der Blitzschutzklasse, die für die zu schützende Anlage erreicht werden soll. Im Zusammenhang mit der Ausführung des Stromversor-gungssystems, in welches das SPD integriert werden soll, kann das Ableitvermögen bestimmt werden, das für die Blitzschutzklasse erforderlich ist. Angegeben wird das Ableitvermögen durch den Wert des Blitzstoßstroms Iimp. Für die höchste Blitzschutzklasse I wird mit einem Blitzstrom in Höhe von 100 kA 10/350 µs gerechnet, der sich je nach Ausführung des Stromversorgungssystems auf die entsprechenden Leiter und SPDs aufteilt.

Für ein dreiphasiges TT-System mit Neu­tralleiter, das durch eine 3+1-Schaltung gemäß dem Anschlussschema CT2 geschützt werden soll, bedeutet dies – für ein Typ-1-SPD – zwischen Phase und Neutralleiter ein notwendiges Iimp von 25 kA 10/350 µs. Ein 230/400-VAC-System schützt hier der Flashtrab SEC Plus 350/25 – mit seinem besonders niedrigem Schutzpegel Up von 1,5 kV.

Das notwendige Ableitvermögen beruht auf der Annahme, dass sich der Blitzstrom gleichmäßig auf alle drei Phasen und den Neutralleiter aufteilt. In einem dreiphasigen IT-System ohne Neutralleiter ist für ein Typ-1-SPD zwischen Phase und Schutzleiter bei gleichmäßiger Aufteilung schon ein Iimp von 35 kA 10/350 µs notwendig. Die höchste Dauerspannung des SPD muss in einem solchen System nicht nur der Strangspannung plus Toleranz, sondern der verketteten Spannung plus Toleranz genügen. Bei einem 230/400-VAC-System sind das 440 VAC. Dazu wird ein besonders leistungsfähiges SPD wie der Flashtrab SEC Plus 440/35 benötigt.

Besonders hohes Ableitver­mögen für Einphasensysteme

Für einphasige Systeme sind besonders hohe Ableitvermögen notwendig. So ist für die Blitzschutzklasse I bei einem einphasigen TT-System, das wiederum nach dem Anschlussschema CT2 geschützt werden soll, ein Ableitvermögen von 50 kA 10/350 µs zwischen Phase und Neutralleiter notwendig. Auf schmalstem Bauraum kann ein solcher Energieeintrag nur von besonders leistungsfähigen Funkenstrecken beherrscht werden – wie dem Flashtrab SEC Plus 264/50.

Als Teil der elektrischen Installation müssen SPDs auch Anforderungen hinsichtlich der Kurzschlussfestigkeit erfüllen. Diese muss gleich oder größer dem zu erwartenden Kurzschlussstrom am Einbauort des SPD sein. Für Typ-1-SPDs, die in der Regel direkt am Speisepunkt einer Anlage installiert werden, sind die zu erwartenden Kurzschlussleistungen meistens hoch. Sie können von mehreren 10 kA bis zu 100 kA reichen und stellen damit besonders hohe Ansprüche an das Löschvermögen von Funkenstrecken.

Um die Vorteile von Funkenstrecken auch in solchen Anwendungen nutzen zu können, wird eine Technik benötigt, die bei Kurzschlussströmen dieser Höhe weiterhin Stoßströme sicher ableiten und netzseitige Folgeströme unterdrücken kann. Die Typ-1-SPDs Flashtrab SEC Plus 350/25 und Flashtrab SEC Hybrid 264/25 mit Safe Energy Control sind netzfolgestromfrei – auch bei prospektiven Kurzschlussströmen am Einbauort bis zu 100 kA.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:44151407)