Autonome Fahrzeuge

Fünf spannende Projekte für fahrerlose Autos

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Projekt 2: Sartre

So stellen sich die Sartre-Projektpartner das Konzept des elektronischen Road Trains vor (Sartre)
So stellen sich die Sartre-Projektpartner das Konzept des elektronischen Road Trains vor (Sartre)
Auf die automatische Konvoi-Bildung zielt auch das Projekt Sartre. Sartre ist ein von der EU mitfinanziertes dreijähriges Forschungsprojekt, an dem unter anderem Volvo und das Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen (ika) beteiligt sind.

Das Ziel ist es ein System zu entwickeln, bei dem sich Autofahrer für Reisen über lange Strecken an ein professionell gelenktes Führungsfahrzeug anhängen und diesem die Kontrolle übergeben können. Die Fahrer der Folgefahrzeuge können die Zeit dann nutzen, um zu Schlafen, zu Essen, Unterhaltungsangebote zu nutzen oder zu Arbeiten.

Dazu muss die notwendige Hardware in den beiden Fahrezeugen installiert werden, die aus verschiedenen Komponenten für eine Sensorik, Verhicle-to-Vehicle-Kommunikation sowie Aktuatoren für die laterale und longitudinale Kontrolle des Folge-Fahrezeugs besteht.

Man kann argumentieren, dass dies keine "echte" autonome Steuerung für Fahrezeuge darstellt. Dafür ist der Aufwand an Hard- und Software, der dafür getrieben werden muss, deutlich geringer, womit die Hürden für die Einführung eines solchen Systems auch niedriger ausfallen können.

Projekt 3: Leonie

Den schönen Namen Leonie trägt das Testfahrzeug des Forschungsprojektes Stadtpilot der TU Braunschweig, das automatisch ohne menschlichen Eingriff eine vorgegebene Strecke im regulären Verkehr fährt.

Bei Geschwindigkeiten bis 60 km/h kann das Forschungsfahrzeug „Leonie“ - ein VW Passat Variant - auf der zweispurigen Fahrbahn des Braunschweiger Stadtrings die Spur halten, Kreuzungen berücksichtigen, Hindernisse beachten sowie Abstände und Geschwindigkeiten dem fließenden Verkehr anpassen. Ein Sicherheitsfahrer, der notfalls eingreifen kann, ist dabei vorgeschrieben.

Ziel des Projekts „Stadtpilot“ in den nächsten Jahren ist es, den Braunschweiger Stadtring vollständig autonom umfahren zu können.

Die Herausforderungen dieses Projekts liegen in der besonders komplexen Umgebung: der dichte Verkehr auf der teilweise baulich getrennten zweispurigen Straße stellt erhöhte Anforderungen an die Umfeldwahrnehmung, die engen Straßen erfordern eine präzise Spurplanung und die dichte, urbane Bebauung erschwert die exakte Positionsbestimmung.

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